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Haltbarkeit von Saft

Frisch gepressten Saft haltbar machen

Frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte sind lecker und gesund, enthalten keine Zuckerzusätze oder bedenkliche Konservierungsstoffe – aber da liegt auch schon das Problem: Wie lange ist selbst gepresster Saft überhaupt haltbar?

Sofort getrunken sind die Säfte zweifelsohne am gesündesten, aber was macht man, wenn man nicht jeden Tag erneut Saft pressen oder auch außerhalb der Saison den Saft aus dem eigenen Garten genießen möchte?

Einflüsse auf die Saft Haltbarkeit

Saft Haltbarkeit - Obst und Gemüse MarktHaltbarkeit und Vitamingehalt der Säfte werden hauptsächlich durch Sauerstoff gemindert. Beim Auspressen des Obstes oder Gemüses entsteht Sauerstoff, der zur Oxidation führt, also die Vitamine zumindest teilweise zerstört.

Der Verlust an gesunden Inhaltsstoffen ist das eigentliche Problem bei der Saftlagerung: Auch nach einigen Tagen wäre der Saft noch genießbar, hätte aber den Großteil seiner wertvollen Vitalstoffe eingebüßt.

Saft Haltbarkeit und Vitamingehalt lassen sich erhöhen, indem man auf einwandfreies Pressgut zurückgreift. Nicht mehr sonderlich frisches Obst erhöht den Keimgehalt der Säfte. Obst und Gemüse in Bio-Qualität lassen sich bedenkenlos mitsamt Schale auspressen, wodurch der Saft deutlich mehr Vitamine und Mineralstoffe enthält.

Ideal zum Entsaften geeignet sind Geräte, die wenig Sauerstoff aufkommen und in den Saft gelangen lassen. Dampfentsafter führen zwar wenig Sauerstoff zu und erhöhen dank des Erhitzens die Haltbarkeit des Saftes – gleichzeitig werden durch eben dieses Erhitzen aber auch Vitamine und Enzyme zerstört.

Besonders effektiv sind „Slow Juicer“, die mit sehr niedrigen Umdrehungszahlen arbeiten, wie beispielsweise die Green Star Elite. Allerdings sind diese Geräte auch verhältnismäßig teuer.

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Ein guter Kompromiss sind Zentrifugenentsafter wie der Philips HR1871/10 Avance. Dieser Gerätetyp wirbelt zwar nicht gerade wenig Sauerstoff in den Saft, bietet aber ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist dank wenig Vorbereitung und schneller Reinigung schnell einsatzbereit. Das Kaltpressverfahren ist schonend, der Saft sollte aber schnell getrunken oder aber weiterverarbeitet werden, um Gärung und Keimbildung vorzubeugen.

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Grüne Säfte oxidieren aufgrund ihres hohen Chlorophyllgehaltes allerdings besonders schnell und sollten möglichst ganz frisch verzehrt werden. Säfte mit hohem Vitamin-C-Gehalt sind länger haltbar, da es sich bei Vitamin C um einen natürlichen Konservierungsstoff handelt.

Aufbewahrungsmethoden

Die frisch hergestellten Säfte lassen sich problemlos ein bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Am besten geeignet und geschmacksneutral sind verschließbare Glasbehälter, die möglichst wenig Luft an den Saft lassen. Der morgens frisch gepresste Saft ist abends oder auch zum Frühstück am nächsten Tag noch ohne großen Vitaminverlust genießbar.

Um die Saft Haltbarkeit zu verlängern, beispielsweise um die eigene Apfelernte auch im Winter genießen zu können, müssen sie pasteurisiert, also erhitzt, werden. Dieser Vorgang tötet die für die Gärung und Schimmelbildung verantwortlichen Hefepilze und Bakterien ab.

Dazu muss der Saft zwanzig Minuten bei 72 Grad erhitzt werden. Am besten geeignet sind Glasflaschen. Der Saft kann direkt in den offenen Flaschen (schonend im Wasserbad) erhitzt oder aber nachträglich in Flaschen umgefüllt werden.

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Lediglich spezielle Saftflaschen können auch geschlossen erhitzt werden. Leere Flaschen werden nach der gründlichen Reinigung bei 120 Grad im Ofen liegend sterilisiert. Dann den Saft bis über den Rand einfüllen, Flaschenrand reinigen und mit “Twist-Off-Deckel” oder Gummikappen (, die gut zu reinigen und wiederverwendbar sind,) verschließen. Pasteurisierter Saft ist bis zu einem Jahr haltbar.

Als dritte Möglichkeit bietet sich das Einfrieren an. Eingefroren, beispielsweise innerhalb eines Tiefkühlbeutels in einem zuoberst aufgeschnittenen Tetrapak-Behälter, ist der Saft so über ein Jahr haltbar.

Außerdem gibt es Keltereien, die das Entsaften und Abfüllen größerer Obstmengen übernehmen. Allerdings muss man hier darauf achten, dass die eigene Ernte nicht mit anderem Obst vermischt wird, sodass man wirklich nur den „eigenen“ Obstsaft zurückerhält.

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