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Gefrorene Früchte entsaften

Frisch gepresster Saft ist für viele ein Hochgenuss und förderlich für die Gesundheit. Aber nicht jede Obstsorte ist zu jeder Jahreszeit regional erhältlich, und gerade bei der Verarbeitung von Früchten aus dem eigenen Garten stellt sich bei einer reichen Ernte oftmals die Frage:

Wie kann die gesunde Pracht schnell und vitaminschonend verarbeitet werden, und wie habe ich auch im Winter noch etwas davon? Sind alle Früchte gleich gut geeignet? Kann man gefrorene Früchte eigentlich direkt entsaften?

Welche Früchte eignen sich?

Gefrorene HagebutteBeim Einfrieren entstehen Eiskristalle im Zellgewebe, die manche Früchte (beispielsweise Erdbeeren) nach dem Auftauen leider matschig werden lassen. Generell lassen sich aber die meisten Obstsorten einfrieren. Weniger gut geeignet sind Litschis, Bananen, grüne Weintrauben oder Wassermelonen.

Zur Vorbereitung sollten nur frische Früchte ohne Druckstellen ausgewählt und auf etwa gleiche Größe zugeschnitten werden. Steinobst sollte ohne Stein eingefroren werden. Empfehlenswert ist das Einfrieren in kleinen Portionsgrößen für die direkte Weiterverarbeitung später.

Am besten eignen sich Gefrierdosen oder –beutel, wobei beide nicht randvoll gefüllt werden sollten, da sich das Wasser beim Gefrieren ausdehnt und es sonst zu Druckstellen kommt. Beeren sollte man am besten einzeln auf einem Teller oder Blech anfrieren und erst dann in einem Behälter komplett einfrieren.

Die Früchte mit Zucker zu überstreuen sorgt für längere Haltbarkeit (gezuckert ist das Obst etwa ein Jahr haltbar, ungezuckert um die acht Monate) und konserviert die Farbe, erhöht aber natürlich auch den Kaloriengehalt.

Im Handel erworbene Tiefkühlfrüchte werden im Regelfall unmittelbar nach der Ernte schonend schockgefrostet, was die meisten Vitamine erhält. Aber auch beim Einfrieren daheim fällt der Vitaminverlust eher gering aus.

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Die Verarbeitung des gefrorenen Obstes

Lässt sich das gefrorene Obst direkt entsaften? Die Antwort lautet: jein.

Dampfentsafter können die tiefgefrorenen Früchte unmittelbar entsaften, da sie mit Hitze arbeiten und somit die Früchte gleichzeitig auftauen und entsaften. Der im Entsafter aufsteigende Dampf taut die tiefgefrorenen Früchte auf, sie platzen auf, und der Saft rinnt in den Auffangbehälter.

Gefrorene BrombeerenDurch Zugabe von Zucker (hundert bis zweihundert Gramm Zucker pro Kilo Früchte) und längeres Einkochen entsteht ein Sirup, der – nach dem Abfüllen in sterile Flaschen – lange haltbar ist, vor dem Trinken allerdings verdünnt werden muss.

Ideal geeignet sind heimisches Kern– und Steinobst, Brom-, Him– und Johannisbeeren, oder auch Rhabarber. Nachteile dieser Methode sind, dass zum einen hitzeempfindliche Inhaltsstoffe wie Enzyme oder Vitamin C zerstört werden, und zum andern manche Früchte nach dem Auftauen im Dampfentsafter ihren Geschmack etwas verändern.

Entsafter, die kalt entsaften, also Saftpressen und Zentrifugenentsafter, können nicht unmittelbar aus gefrorenem Obst Saft gewinnen, da die erforderliche Flüssigkeit in diesem Fall fehlt.

Zentrifugenentsafter zerreiben das Obst zunächst, bevor der Saft mittels Zentrifugalkraft gewonnen wird. Die dabei entstehende Reibungshitze ist aber zu gering, um das Obst auftauen zu lassen. Zudem können die Reiben beim Versuch stumpf werden. Außerdem ist ein sehr leistungsstarker Motor grundsätzlich vonnöten, um Gefriergut verarbeiten zu können.

Für diese Modelle empfiehlt es sich, das Obst zunächst auftauen zu lassen. Je nach Fruchtgröße dauert das Auftauen zwischen einer halben Stunde und zwei Stunden. Der Vorgang wird beschleunigt, wenn man die Früchte auf einem Blech ausbreitet.

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Saftpressen können, falls sie leistungsstark sind, wie die Green Star Elite beispielsweise, durchaus tiefgekühltes Obst verarbeiten. Da aber zu wenig Flüssigkeit zum Auspressen vorhanden ist, ist das Endergebnis kein Saft, sondern ein Fruchtsorbet. Um Saft zu gewinnen, müssen die Früchte auch hier  vorher aufgetaut werden. Beide Methoden sind hingegen vitaminschonender als die Verwendung des Dampfentsafters.

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