Skip to main content

Saft mittels Einkochen selber herstellen

Saft einkochen mit einfachen Küchenutensilien

Apfelsaft aus eigener Herstellung schmeckt, ist gesund und schnell zubereitet. Wer weder Presse noch Entsafter besitzt, erfährt hier, wie aus frischem Obst mit Topf, Sieb und Geschirrtuch ein fruchtiges Getränk wird. Beim Saft Einkochen wird das Elixier entkeimt und haltbar gemacht. Die Flaschen Saft aus eigener Herstellung machen sich darüber hinaus wunderbar als Geschenk.

WECK Einkochautomat

124,70 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
Angebot*

Was ist Einkochen?

Saft einkochenBeim Einkochen handelt es sich um eine Methode, Lebensmittel haltbar zu machen. Das Ziel wird erreicht, indem durch Hitze pathogene Keime abgetötet werden. Zusätzlich sorgt ein entstehendes Vakuum beim Abkühlen dafür, dass keine Bakterien von außen an die Produkte gelangen. Gleichzeitig kann im Glas kein Wachstum von Keimen mehr stattfinden.

Das Vakuum entsteht dadurch, dass sich der heiße Inhalt mit dem verschlossenen Glas abkühlt. Heiße Luft nimmt mehr Volumen ein als kalte. Folglich wird der Deckel nach innen gezogen. Somit ist das Einkochbehältnis fest verschlossen.

Es gibt spezielle Einkochtöpfe. Schnellkochtöpfe können zum Dampfeinkochen benutzt werden. Zwei einfache große Töpfe reichen zum Saft Einkochen aber aus.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Wie werden Früchte ohne Entsafter zu Saft?

Es ist wichtig, dass das gewählte Obst einen hohen Säuregehalt aufweist. Ist dieser zu niedrig, wie das bei Feigen der Fall ist, überleben trotz des Erhitzens “Chostridium botulinium”-Bakterien. Diese verseuchen das Produkt mit Botulinumtoxin. Beim Konsum führt es zu einer starken Lebensmittelvergiftung.

Gelee durch EinkochenAllerdings eignen sich die meisten Obstsorten hervorragend zum Einkochen. Die Vorgehensweise zwischen Beeren und anderen Obstsorten unterscheidet sich in der ersten Verarbeitung. Während Beeren zusammen mit Wasser in einem Topf erhitzt werden, bis sie aufplatzen, müssen andere Früchte zerkleinert werden, bevor sie mit Wasser gekocht werden. Sobald das Obst oder die Beeren im Topf kochen, ist die Vorgehensweise identisch.

Aber wie soll das denn nun ohne Entsafter oder vergleichbare Gerätschaften gehen? Wir zeigen’s Ihnen:

  1. Sie lassen die Mischung für ungefähr 20 Minuten bei einer Temperatur von 72 °C kochen. Diesen Vorgang nennt man Pasteurisieren. Eine höhere Temperatur vernichtet wertvolle Nährstoffe.
    Randnotiz: Liegt Ihr Herstellungsort mehr als 300 Meter über Normalnull, so müssen Sie die Kochzeit entsprechend verlängern. Eine Minute je 300 Meter gilt als Faustregel.
  2. Legen Sie ein Küchentuch auf den zweiten Topf. Nun wird der Sud über das Tuch gegossen. Pressen Sie mit dem Tuch die restliche Flüssigkeit aus den zerkochten Früchten.
  3. Der unbehandelte Saft kann zur besseren Haltbarkeit mit Zitronensaft oder Konzentrat angereichert werden.
  4. Kochen Sie den Direktsaft je nach Geschmack mit Zucker ein; solange, bis der Zucker sich vollständig aufgelöst hat.
    Tipp: Experimentieren Sie mit Gewürzen. Zimt passt zu Apfelsaft, Ingwer gibt Zitrusfrüchten eine angenehme Schärfe und etwas Chili kann Erdbeersaft eine interessante Note verleihen.
  5. Während der Saft kocht, erhitzen Sie im anderen Topf die Flasche(n). Erhitzen Sie auch Verschlusskappen mindestens 10 Minuten. So sterilisieren Sie das Glas.
    Achtung! Glas und Wasser zusammen erhitzen, damit das Glas nicht springt. Nur einwandfreie Behältnisse benutzen.
  6. Füllen Sie den heißen Saft in die ebenso heiße Flasche. Die Füllhöhe sollte circa 3 cm unter dem obersten Rand liegen. Schließen Sie die Flasche mit zugehörigem Verschluss.
  7. Stellen Sie die Flaschen für fünf Minuten auf den Kopf. Danach werden Sie umgedreht und in Abwesenheit von Licht für einen Tag bei Zimmertemperatur gelagert.
  8. Jetzt können Sie die Flaschen beschriften und bis zum Genuss aufbewahren.
20 leere 250 ml Glasflaschen mit Schraubverschluss

22,98 €

inkl. 19% gesetzlicher MwSt.
Angebot*

Tipps für bessere Haltbarkeit

Je mehr Zucker und Säure im Sud enthalten sind, desto haltbarer wird der Saft.

Sollten Sie Gemüsesaft herstellen wollen, beachten Sie bitte unbedingt, Essig dazuzugeben. Abgesehen von Tomaten weisen die meisten Gemüsesorten zu wenig Säure auf. Für Gemüsesaft eignen sich andere Einkochmethoden besser. Lesen Sie die Früchte sorgfältig aus. Jegliche Stellen müssen vor dem Einkochen entfernt werden. Schimmelige Exemplare werden aussortiert. Alle Früchte müssen gründlich gewaschen werden.

Tipp: Es ist nicht nötig, das Obst vorher zu entkernen.

Wenn Sie Saft aus Sommerobst wie Pfirsichen, Aprikosen und Co gewinnen wollen, empfiehlt sich eine direkte Verarbeitung. Oder aber Sie legen die gereinigten Fruchtstücke in mit Zitronensaft angereichertes Wasser ein und stellen sie anschließend kalt.

Selber Saft einkochen: Ein nachhaltiger Trend

Machen Sie Ihren Saft selber, so tun Sie der Umwelt und sich selbst einen großen Gefallen. Obst aus dem eignen Garten kommt ohne Pestizide, Fungizide und andere Chemie aus. Es muss nicht transportiert werden und der Herstellunsgsprozess bis zum letztlichen Saft verbraucht nicht unnötig viel Energie. Auch auf belastendes Verpackungsmaterial wird verzichtet. Und Sie wissen genau, was in Ihrem Saft enthalten ist. Den Zuckergehalt und andere Zusätze bestimmen einzig und allein Sie.

[mc4wp_form id="2573"]


Ähnliche Beiträge