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Die Orange

Die Orange ist die Frucht eines Baumes, dessen ursprüngliche Heimat in Südostasien und dem südlichen China lag. Darauf deutet auch die Bezeichnung Apfelsine (“Apfel aus Sina – China”) hin, die in Deutschland ebenfalls regional Verwendung findet.

Ursprung & Vorkommen

Die Orange im PorträtIn ihrer ursprünglichen Heimat werden Orangen schon seit mehreren Tausend Jahren angebaut. In Europa wurden sie dagegen erst im 15. Jahrhundert populär.

Auf ihren Entdeckungsreisen und Eroberungszügen lernten die Portugiesen als erste Europäer die süßen, saftigen Früchte kennen, die viel besser schmeckten als die bereits zuvor bekannten Bitterorangen. Für lange Zeit kamen alle in Europa kultivierten Orangen aus Portugal.

Orangen gehören zur Gattung der Zitrusfrüchte. Vertreter dieser Gattung sind zum Beispiel:

  • Mandarinen
  • Pampelmusen (Grapefruit)
  • Zitronen
  • Limetten
  • Kumquats

Botanisch gesehen gelten Zitrusfrüchte als eine Sonderform der Beerenfrüchte. Orangenbäume sind immergrün und können bis zu zehn Meter Höhe erreichen. Die Zweige sind mit bis zu acht Zentimeter langen Dornen besetzt.

Verschiedene Zitrusfrüchte aufgeschnitten

Diverse Zitrusfrüchte aufgeschnitten

Orangen und vergleichbare Zitrusfrüchte werden weltweit auf knapp 10 Millionen Hektar Ackerfläche angebaut, die Ernte beträgt durchschnittlich 130 Millionen Tonnen pro Jahr. Hauptproduzenten sind Brasilien, die USA (Kalifornien), China und Indien, in Europa Spanien.

Orangensorten

Blutorange halbiertAm bekanntesten sind die Rundorangen, auch Blondorangen genannt. Dazu zählen beispielsweise Jaffaorangen und Valencia Orangen. Populär sind auch Navelorangen, die ursprünglich in Brasilien angebaut wurden. Der “Nabel”, der verantwortlich für den Namen der Früchte war, stammt vom Ansatz einer zweiten Frucht, die sich jedoch nicht entwickelt.

Blutorangen sind Sorten, die in trockenen Gebieten mit beachtlichen täglichen Temperaturfluktuationen und gelegentlichen Nachtfrösten wachsen. Beispielsweise stammen sogenannte Moro Orangen aus Sizilien, wo sie an den Hängen des Vulkans Ätna gedeihen.

Besonderheiten

Eines der typischsten Merkmale der Frucht ist ihre orangene oder gelbliche Farbe. Wussten Sie aber schon, dass diese Färbung kein Anzeichen der Reife ist, sondern lediglich eine Reaktion auf Kälte? Orangen aus tropischen Regionen weisen eine grüne Schale auf, sind aber trotzdem süß und saftig im Geschmack.

Viele Verbraucher glauben auch, dass Orangen besonders reich an Vitamin C sind. Das stimmt aber nur teilweise. Orangen enthalten zwar viel Vitamin C, aber Erdbeeren, Brokkoli oder Hagebutten enthalten im Vergleich ein Vielfaches des Vitamins.

Mehrere Orangen aus Vogelperspektive

Inhaltsstoffe im Detail

Am berüchtigtsten ist der relativ hohe Gehalt an Vitamin C. Eine mittelgroße Orange reicht aus, um Ihren Tagesbedarf daran zu decken. Darüber hinaus enthalten Orangen auch geringe Mengen der Vitamine B1 und B2, sowie wertvolle Spurenelemente wie Eisen, Phosphor und Kalium, die sich positiv auf Blutdruck, Blutfettwerte und den Blutzucker bei Diabetes Typ 1 auswirken.

Orangen sind zudem reich an Ballaststoffen und anderen Substanzen, darunter Folsäure, die das Wohlbefinden fördern. Es ist nicht ein bestimmter Inhaltsstoff, der Orangen so gesund macht, sondern vielmehr die ausgewogene Mischung vieler Substanzen. Darüber hinaus sind Orangen kalorienarm und enthalten kaum Fett oder Cholesterin.

Nährwerttabelle

Brennwert198 kJ
Kalorien47 kcal
Protein1 g
Kohlenhydrate8,3 g
davon Zucker8,3 g
Fett0,2 g
Ballaststoffe2,2 g
Wassergehalt87%

(Quelle: Fddb)

Zubereitungsmöglichkeiten

Zitrusfrüchte sind sehr vielseitig. Ein großer Teil der Ernte wird zu Orangensaft verarbeitet. Außerdem wird aus ihnen Orangenmarmelade gemacht, ein unverzichtbarer Bestandteil des originalen “English breakfast”.

Sie finden als Aromastoffe in Kuchen, Plätzchen und Torten Verwendung. Aus der Schale werden ätherische Öle gewonnen, die im Rahmen der Kosmetikindustrie, aber auch zum Backen oder als Aromastoffe angewendet werden. Orangenblüten zeichnen sich durch einen angenehmen Duft aus und sind Bestandteil einiger Teesorten.

Orangensaft

Orangensaft enthält alle wertvollen Bestandteile der Frucht. Diese können in Form von Saft aber leichter vom Körper aufgenommen werden. Wenn Sie regelmäßig Orangensaft trinken, wird sich Ihr Gesundheitszustand langfristig verbessern.

Orangensaft im GlasDas liegt unter anderem daran, dass Orangensaft Citrate enthält. Die Salze der Zitronensäure verhindern die Bildung von Nierensteinen. Andere Bestandteile verringern das Risiko eines Herzinfarkts und senken den Cholesterinspiegel sowie den Blutdruck.

Orangensaft, besonders am frühen Morgen auf nüchternen Magen getrunken, beugt zudem Übergewicht vor. Das kommt daher, weil er den Stoffwechsel anregt, kalorienarm ist und Ballaststoffe enthält. Dadurch stellt sich ein Sättigungsgefühl schneller ein.

Das Vitamin C aus dem Orangensaft beugt nicht nur Erkältungskrankheiten vor, sondern hilft auch dabei, das Bindegewebe elastisch zu halten. Dadurch wird die Bildung von Falten vermindert und Ihrer Haut wird ein gesünderer Teint verliehen. Antioxidative Bestandteile verhindern die Zellalterung und beugen diversen Krankheiten vor.

Saft ist nicht gleich Saft. Am gesündesten ist natürlich Saft, den Sie selbst frisch pressen. Bei fertigem Saft empfiehlt es sich, immerhin die Inhaltsangabe gründlich zu studieren. Besonders in billigen Produkten ist oft viel Zucker enthalten, der die positiven Effekte des Orangensafts zunichte machen kann. Ein Vergleich vor dem Kauf lohnt sich daher.

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