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Der Granatapfel

Herkunft

Der Granatapfel im PorträtDer Granatapfel, lat. Punica granatum, gehört zur Familie der Weiderichgewächse. Verbreitet ist die Pflanze in West– und Mittelasien. Sie wird beispielsweise im Mittelmeerraum angebaut.

Der Granatapfel ist ein sommergrüner Baum oder Strauch, der bis zu fünf Meter hoch und einige hundert Jahre alt werden kann. Er ist außerdem kälteempfindlich. Einige Sorten können jedoch mit milden Gebieten Mitteleuropas auskommen.

Die Pflanze blüht im Frühjahr und Sommer mit relativ großen glockenförmigen Blüten, die orangerot bis hellgelb sein können. Daraus wächst eine apfelähnliche Frucht, die anfangs grün ist und später dann orangerot, rot, gelbrot oder sogar rotbraun wird. Die Frucht selbst entspricht einer ledrigen Beere, da sie weder fleischig noch verholzt ist. In den innenliegenden Kammern befinden sich bis zu 400 saftige Samen, die rubinrot bis blassrosa sein können.

Saison

Mittlerweile gibt es eine große Anzahl an Züchtungen. Hier sind sogar manchmal die Blüten oder eine kleinere Größe des Baumes das Ziel der Zucht.

Die Früchte erlangen ihre Reife von September bis Dezember. Dann sind sie auch hierzulande erhältlich. Anfangs kommen sie aus Tunesien, Marokko oder Israel, später dann aus Spanien oder Italien.

Wie isst man einen Granatapfel?

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Ist der Granatapfel aufgeschnitten, lassen sich die mit Fruchtfleisch ummantelten Samen mit einem Löffel aus den Fruchthöhlen entnehmen. Nur diese sind essbar.

Man kann die Frucht auch auf einer festen Unterlage mit Druck rollen, dann halbieren und die Samen durch ein Klopfen auf die Außenschale lösen.

Am besten ist es, Sie schneiden den Granatapfel an und brechen ihn in einer Schüssel Wasser auf. Die Samen sinken dann zu Boden. Bei dieser Methode wird ein Spritzen des intensiv gefärbten Safts bestmöglich verhindert. Das Tragen einer Schürze ist trotzdem empfehlenswert.

Gesundheitswert

Entsafter-Rezept mit Granatäpfeln

Aufgeschnittener Granatapfel

Dem Verzehr von Granatäpfeln werden viele gesundheitliche Vorteile zugesprochen. Die Frucht ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen, darunter Kalium, Eisen, Vitamin C und E, Karotin, Zink und Kupfer.

Auch viele bioaktive Substanzen sind enthalten. Hier sind insbesondere Polyphenole, Flavonoide, Anthocyane zu nennen. Diese Stoffe wirken antioxidativ.

Der Granatapfel soll sich stabilisierend auf den Blutzuckerspiegel auswirken und den Cholesterinspiegel senken können. Auch bei Verdauungsproblemen soll er hilfreich sein. Nicht zuletzt ist der Granatapfelbaum ein Symbol für Liebe und Fruchtbarkeit.

Nährwerttabelle

Nährwerte des Granatapfels je 100 g:

Brennwert327 kJ
Kalorien78 kcal
Protein0,7 g
Kohlenhydrate16,7 g
davon Zucker16,7 g
Fett0,6 g
Ballaststoffe2,2 g
Wassergehalt79%

(Quelle: Fddb)

Reifegrad und Lagerung

Da Granatäpfel nicht nachreifen, sollten Sie darauf achten, bereits reife Früchte zu kaufen. Diese sehen in der Farbgebung etwas unregelmäßig aus und sind leicht rau. Der Blütenansatz ist trocken. Klopft man auf die Schale, klingt es leicht metallisch.

Lagern können Sie Granatäpfel im Kühlschrank. Hier halten sie sehr lange. Aber auch bei Zimmertemperatur ist eine Haltbarkeit von zwei bis drei Wochen gegeben.

Die verschiedenen Sorten werden kaum unterschieden. Es gibt welche mit blassrosa Fruchtfleisch. Dazu gehört Oroblanco. Aber meist werden rotfleischige Sorten wie Star Ruby angeboten, da diese süßer schmecken.

Zubereitungsmöglichkeiten

Die Granatapfelsamen können Sie roh verzehren oder dem Obstsalat zugegeben. Auch lassen sich mit dem säuerlich schmeckenden Granatapfel Wild– und Geflügelgerichte und sogar Salate verfeinern.

Interessant ist die Gewinnung von Granatapfelsaft, der pur getrunken oder zu Granatapfelwein und Sirup verarbeitet werden kann.

Granatapfel entsaften: Der Granatapfelsaft

Der Granatapfelsaft

Granatapfelsaft

Auch zu Hause können Sie den Granatapfel entsaften. Das Erzeugnis ist durch die enthaltene Gerbsäure herb und süß zugleich. Wohlschmeckend und ein erfrischender Genuss!

Der Granatapfelsaft kann mit anderen Früchten oder auch mit etwas Ingwer und Zitrone kombiniert werden.

Im Sommer kann der Saft Grundlage für frische selbst gemachte Limonaden und fruchtige Cocktails sein. Auch im Eistee macht sich ein Schuss Saft gut.

Das Entsaften geht denkbar einfach. Sie müssen dazu den Granatapfel in zwei Hälften schneiden und mithilfe einer Zitruspresse den Saft gewinnen. Hier gibt es verschiedene Modelle. Es lohnt sich immer, selbst frischen Granatapfel zu erzeugen, denn dann bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten.

Der Granatapfelsaft kann sofort getrunken oder in einer verschließbaren Flasche für einige Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

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