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Die Aubergine

Herkunft

Die Aubergine im PorträtVermutlich stammt die Aubergine aus Indien. Bereits vor 4.000 Jahren soll die Eierfrucht von den Chinesen angebaut worden sein. Es wird angenommen, dass die Sarazener auf ihren Reisen durch Arabien das Nachtschattengewächs entdeckten und im 13. Jahrhundert nach Spanien mitbrachten.

Hier erhielt das Gemüse wahrscheinlich den katalanischen Namen Aubergine und verbreitete sich über den Mittelmeerraum, wo es seit 500 Jahren die mediterrane Küche der Griechen und Italiener bereichert.

Schätzungen zufolge werden inzwischen jährlich mehr als 50 Millionen Tonnen des Naturproduktes erzeugt. Aus botanischer Sicht handelt es sich um ein Fruchtgemüse.

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Sorten

Anfänglich war die kultivierte Aubergine von wesentlich kleinerer Form und sah farblich einem weißen Hühnerei ähnlich.

Schwarze Auberginen-Sorte auf Markt

Schwarze Auberginen-Sorte

Was Sie heute ganzjährig in Europa kaufen können, ist eine dunkelviolette bis schwarze Sorte. Qualitätsmerkmal ist die glänzende Schale. Hierzulande wird das Naturprodukt mit einer Länge von bis zu 25 Zentimetern verkauft.

Mittlerweile erobern purpurrote, grüne, gelbe oder gestreifte Eierfrüchte den Markt.

Asiatische Länder bevorzugen eine rundliche Variante, die bis zu 1 Kilogramm Gewicht erzielt. In der thailändischen Küche werden mit Vorliebe kleine kugelige Auberginen verarbeitet. Chinesische Sorten erinnern in ihrer schmalen Form eher an eine Gurke.

Botaniker unterscheiden drei Hauptvarianten. Im Handel finden Sie überwiegend die dunkle, keulenförmige Solanum melongena esculentum. Fast jede Sorte entwickelt geschmacklich ein eigenes Aroma, das würzig, sahnig oder pilzähnlich ausfallen kann.

Sollten Sie Auberginen selbst anbauen, werden Sie auf Bezeichnungen wie Antigua, Apple green, Blaukönigin, Black beauty oder Orangenprinz treffen. Mini-Sorten sind reich im Ertrag und delikat im Geschmack. Die perfekte Wahl für Balkon und Terrasse!

Besonderheiten

Auberginen sollten nicht roh gegessen werden. Grund dafür ist ihr Gehalt an sogenanntem Solanin. Im schlimmsten Fall führt die toxische Substanz zu Bauchschmerzen und Magenverstimmung. Allerdings stellt der Bitterstoff im erwärmten Gemüse keine Gefahr mehr für den menschlichen Organismus dar. Achten Sie insbesondere darauf, nur ein reifes Produkt zu kaufen.

Große Aubergine in Nahaufnahme

Inhaltsstoffe

Der Wasseranteil von Auberginen beträgt 94 Prozent. Ihr Gehalt an Vitamin C fällt geringer aus als bei anderem Gemüse. Jedoch ist die Eierfrucht reich an Mineralien wie Kalium. Diesen Bestandteil benötigt Ihr Körper zur Aufrechterhaltung von Herzschlag, Blutdruck, Elektrolythaushalt, Gewebespannung, Erregungsleitung oder Stoffaustausch. Das enthaltene Spurenelement Mangan dient zum Aufbau von Knochen, Knorpel und Bindegewebe. Es ist an der körpereigenen Insulinsynthese und Enzymaktivität beteiligt.

Nährwert

Nährwerte der Aubergine je 100 g:

Brennwert84 kJ
Kalorien20 kcal
Protein1,2 g
Kohlenhydrate2,5 g
Fett2,4 g
Ballaststoffe1,4 g
Wassergehalt94%

(Quelle: Fddb)

Mit 20 Kilokalorien auf 100 Gramm Aubergine gilt das Gemüse als kalorienarm. Der Nachteil ist, dass das Naturprodukt bei der Zubereitung viel Fett als Geschmacksträger benötigt und sich gerne damit vollsaugt.

Untersuchungen zufolge wurde in violetten Eierfrüchten Nikotin nachgewiesen. Doch wie sich später herausstellte, war die Analyse fehlerhaft. Tatsächlich liegt die Menge an Nikotin unter 100 Mikrogramm pro Kilogramm und damit an der Grenze dessen, was nachweisbar ist. Zudem enthalten Auberginen nicht mehr Nikotin als andere Gemüsearten.

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Zubereitung

Bei den meisten Zubereitungsformen wird die Aubergine mit Schale verwendet. Auch die Kerne im weißen Fruchtfleisch müssen nicht entfernt werden. Nach gründlichem Abspülen unter fließendem Wasser sollten Sie vor einer weiteren Verarbeitung die jeweiligen Enden abschneiden. Je nach Rezept werden Scheiben, Würfel oder Streifen benötigt.

Vor der Zubereitung ist das Salzen der Auberginen zu empfehlen. Über das geschnittene Gemüse geben Sie dazu einen Esslöffel Meersalz und belassen es für 30 Minuten in einem Küchensieb. Anschließend wird die überstehende Flüssigkeit mit einem Papiertuch abgetupft. Dieses Vorgehen entzieht der Aubergine sowohl Wasser, als auch Bitterstoffe. Von Vorteil ist, dass gesalzenes Gemüse beim Garen weniger Fett aufnehmen kann, was einer gesundheitsbewussten Ernährung zugute kommt.

Gebackene Aubergine mit würziger Füllung

Gebackene Aubergine mit würziger Füllung

Moussaka ist die bekannteste Auberginen-Variante aus dem Ofen. Das Gemüse lässt sich ebenfalls als Pizza oder Sandwich servieren. Eine Köstlichkeit ist gegrillte Eierfrucht mit Tsatsiki. Eintopfliebhaber bevorzugen Ratatouille oder Indischen Curry mit Auberginen.

Gebraten ergänzt das Gemüse auf aromatische Weise einen Salat. Bei Kennern zählt die frittierte Art zu den Favoriten. Hervorragend ist gebackene Aubergine mit würziger Füllung oder zu einem Dip verarbeitet. Duftende Kräuter wie Rosmarin, Salbei oder Thymian passen als Geschmacksverstärker dazu.

Lagerung

Im Kühlschrank ist die Eierfrucht etwa eine Woche haltbar. Frische Produkte weisen weder braune Flecken, noch Risse oder Kratzer auf. Da Tomaten und Äpfel ein sogenanntes Reifegas ausströmen, dürfen sie niemals in Nähe zu Auberginen aufbewahrt werden.

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