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Der Knoblauch

Ursprung

Knoblauch im PorträtZur Gattung Allium, mit den Zwiebel– und Lauchgewächsen, gehören etwa 260 Arten. Darunter ist auch der Knoblauch (Allium sativum). Er ist bekannt als Heil– und Gewürzpflanze. 1989 wurde er sogar zur “Arzneipflanze des Jahres” ernannt.

Der gewöhnliche Knoblauch bildet eine Zwiebel aus, die von einer dünnen weißen oder auch rötlichen Hülle umgeben ist. Sie besteht aus einer Hauptzehe und fünf oder mehr Nebenzehen. Aus der Hauptzehe wächst der stielrunde Stängel heraus. Der Knoblauch blüht in einem scheindoldigen Blütenstand. Außer den unfruchtbaren Blüten entwickeln sich hier auch runde Brutzwiebeln.

Ursprünglich war der Knoblauch von Zentralasien bis in den nordöstlichen Iran verbreitet. Er wird heute aber in zahlreichen Ländern angebaut und kommt auch verwildert vor.

Eigenheiten

Knoblauch enthält schwefelhaltiges Allicin. Nach dem Genuss entwickelt der Atem einen typischen Knoblauchgeruch, der meist als unangenehm empfunden wird. Auch über die Haut wird dieser Geruchsstoff abgegeben.

Frau mit Knoblauch im Mund

Der berüchtigte Knoblauchgeruch

Die Ausdünstungen können allerdings etwas abgemildert werden. Milch und Schokolade sollen den Geruch etwas übertünchen können. Das Kauen von Kaffeebohnen soll ebenfalls hilfreich sein. Auch Blattgrün in Form von Petersilie kann geruchsneutralisierend wirken.

Inhaltsstoffe

Knoblauch gilt als gesund. Er soll das Wachstum von Bakterien und Pilzen hemmen können und sogar leicht antiviral wirken. Man sagt der Knolle nach, dass sie mit ihrer Blut verdünnenden Wirkung Herz-Kreislauf-Krankheiten sowie der Arterienverkalkung entgegenwirken kann. Das bedeutet aber auch, dass jemand, der beispielsweise Blutverdünner einnimmt, vor der Anwendung von hochdosierten Knoblauchpräparaten mit seinem Arzt sprechen sollte.

Wenn Sie also Gebrauch von diesen gesundheitsfördernden Wirkungen machen wollen, sollten Sie die Zehen zerquetschen oder zu Knoblauchsaft verarbeiten. Denn erst wenn die Zellwände beschädigt sind, tritt das Enzym Alliinase aus, das Alliin in gesundheitlich wirksames Allicin und weitere Verbindungen aufspaltet. Diese Schwefelverbindungen sind hitzeempfindlich.

An weiteren wertvollen Inhaltsstoffen sind die Vitamine A, B6, C und E sowie die Mineralstoffe Kalzium, Kupfer, Schwefel, Mangan, Eisen, Kalium, Selen und Phosphor zu nennen.

Nährwert

Nährwerte des Knoblauchs je 100 g:

Brennwert593 kJ
Kalorien142 kcal
Protein6,1 g
Kohlenhydrate28,4 g
davon Zucker8,5 g
Fett0,1 g
Ballaststoffe1,8 g
Wassergehalt62%

(Quelle: Fddb)

Verwendungsweisen

Knoblauch ist bekannt als Würzzutat in der Küche. Unzählige Gerichte können damit verfeinert werden. Dabei gilt der Knoblauch als geschmacklich markant. Eine sparsame Dosierung wird also gefordert.

Zubereitung von Knoblauch

Knoblauch in der Zubereitung

Knoblauch gehört sowohl in die kalte als auch warme Küche. Er passt wunderbar zu Gerichten mit Nudeln, Reis, Gemüse, Fleisch und Fisch. In etwas Öl angeschwitzt entwickelt der Knoblauch ein schönes Aroma.

Die Knolle kann aber auch Zutat in Aufstrichen sein oder als Paste kalten Bratenaufschnitt würzen. Gut schmeckt auch mit frischem Knoblauch oder Knoblauchöl bestrichenes Toastbrot.

Zu beachten ist eine schonende Zubereitung. Wird Knoblauch zu lange erhitzt, ist ein Verlust an gesundheitsfördernden Stoffen in Kauf zu nehmen.

Knoblauch entsaften

Wenn Sie möchten, können Sie Knoblauch auch entsaften. Roher Knoblauchsaft enthält im Gegensatz zu gekochtem Knoblauch sehr viel mehr der gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe. Trinken Sie den Saft also am besten frisch!

Den Knoblauch entsaften Sie zur geschmacklichen Aufwertung mit weiteren Zutaten. Probieren Sie 2 Knoblauchzehen, 1 Apfel, 2 Möhren und etwas Petersilie oder 2 Knoblauchzehen, 1 grüne Paprika und 2 Äpfel. Verdünnen Sie den Saft jeweils mit einem Glas Wasser.

Einige Knoblauchknollen in Holzschale

Bekannt ist auch die Zitronen-Knoblauch-Kur, die immer mal wieder für einige Tage durchgeführt wird. Sie soll wie ein Jungbrunnen auf den Körper wirken. Die Zutaten dafür sind Zitrone, Limette, Knoblauch, Ingwer, Kurkumapulver und gemahlener schwarzer Pfeffer.

Mit Honig oder Zucker können Sie aus reinem Knoblauchsaft einen Sirup kochen. Dieser gilt als Hausmittel gegen Erkältungskrankheiten.

Frischen Knoblauchsaft können Sie auch zur Zubereitung von Salatsoßen und Dressings verwenden. Ein Schuss davon macht sich gut in der Tomaten- oder Gemüsesuppe. Auch eine leckere Marinade für Geflügel, Fleisch und Fisch kann mittels des reinen Safts kreiert werden.

Aufbewahrung

Knoblauch sollte an einem kühlen, dunklen und trockenen Ort ohne Verpackung aufbewahrt werden. Eine Lagerung im Kühlschrank oder das Einfrieren wird nicht empfohlen. Hier verliert der Knoblauch an Aroma. Bei der Beachtung dieser Grundregeln hält der Knoblauch mehrere Wochen.

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