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Der Fenchel

Der Fenchel gehört innerhalb der Familie der Doldenblütler zur Gattung Foeniculum.
Fenchel ist sehr vielseitig und findet sowohl als Gewürz– als auch als Heilpflanze Verwendung. Im Jahr 2009 wurde er sogar zur „Arzneimittelpflanze des Jahres“ gekürt.

Ursprung

Der Fenchel ist krautig und riecht stark nach Anis. Die knollenähnliche Zwiebel ist weiß und wiegt zwischen 250 und 400 Gramm. Er besitzt einen doppeldoldigen Blütenstand und kann je nach Pflanze bis zu zwei Meter hoch werden. Die Blätter des Fenchel sind hellgrün und sehr feingliedrig.

Fenchel wird bereits seit Jahrhunderten angebaut. Im Mittelalter wurde er vor Allem in den Gärten der Klöster kultiviert. Ursprünglich war der Fenchel in Südeuropa, Nordafrika bis in den mittleren Osten beheimatet. Auch auf den kanarischen Inseln und Madeira gab es Vorkommen. Da Fenchel besonders gut auf trockenem, nährstoffreichen Boden gedeiht, findet man ihn heute ebenfalls in Südafrika, Australien und Neuseeland. Die Hauptsaison für Fenchel ist zwischen Juli und Oktober.

Eigenheiten

Der Fenchel kann unterschieden werden in süßen, bitteren und Gemüsefenchel oder auch Zwiebelfenchel. Vor Allem der bittere Fenchel kommt in der Medizin zum Einsatz. Die ätherischen Öle eignen sich hervorragend für die Behandlung von Erkältungen und Infektionen der Atemwege. Sie lösen festsitzenden Schleim und können Hustenreiz lindern. Der Fenchel wirkt antiseptisch und entzündungshemmend.

Auch in der Frauenheilkunde wird oft Fenchel verwendet. Er regt bei jungen Müttern die Milchbildung an und wirkt krampflösend. Daher wird Fencheltee in Kombination mit Kümmel auch oft bei Bauchschmerzen und Blähungen empfohlen. Da der süße Fenchel nicht über so viele ätherische Öle und Bitterstoffe verfügt, wird dieser und auch der Gemüsefenchel zumeist in der Küche eingesetzt.

Sollten Sie sich jedoch selbst auf die Suche nach Fenchel machen, statt ihn im Supermarkt zu kaufen, seien Sie gewarnt: Fenchel weist eine starke Ähnlichkeit zu den sogenannten Schierlingsfrüchten auf, die giftig sind.

Inhaltsstoffe

Fenchel ist nicht nur wegen seiner ätherischen Öle sehr gesund. Er enthält neben Vitamin C auch Eisen, das zur Blutbildung benötigt wird. Auch das Provitamin A und Kalium, Kalzium und Magnesium kommen im Fenchel vor. Aufgrund eines hohen Anteils an Estragol, von dem nachweislich ein Krebsrisiko ausgeht, darf die Menge an zugeführtem Fenchel nicht im Übermaß liegen.

 

Nährwert des Fenchel je 100 g:

Nährwerte des Fenchel je 100 g:

Brennwert76 kJ
Kalorien18 kcal
Protein1,3 g
Kohlenhydrate2,8 g
davon Zucker2,5 g
Fett0,2 g
Ballaststoffe1,9 g
Wassergehalt92%

(Quelle: Fddb)

Verwendungsweisen

Fenchel kann roh im Salat oder gekocht und gegart verwendet werden. Vor der Zubereitung entfernen Sie das Fenchelgrün und den Strunk. Die äußeren Blätter sind meistens sehr hart und sollten ebenfalls entfernt werden. Der Fenchel muss gründlich gewaschen werden, da sich im den Zwischenräumen der Blätter oft noch Sand befindet.

Zum Dünsten oder Braten schneiden Sie den Fenchel am Besten in Scheiben. Möchten Sie ihn roh im Salat verwenden, sollten Sie ihn sehr fein schneiden, da er sehr intensiv schmeckt. Das Fenchelgrün können Sie fein gehackt noch als Gewürzkraut nutzen.

Fenchel eignet sich auch hervorragend zum Braten. Leicht karamellisiert kann man ihn einfach mit Salz und Pfeffer würzen und erhält eine bekömmliche Beilage.

Fenchel passt vorzüglich zu Fischgerichten, kann aber auch zu herzhaftem Fleisch, wie zum Beispiel zu Frikadellen gereicht werden. Da der Geschmack von Fenchel sehr an Anis erinnert, kann er hervorragend im Winter oder zu weihnachtlichen Gerichten serviert werden.

Um aus dem Fenchel einen wohltuenden Tee zuzubereiten, schneiden Sie vom Fenchel alles weg, bis Ihnen nur noch die Frucht bleibt. Diese können Sie zerdrücken und anschließend mit kochendem Wasser übergießen. Mit ein wenig Honig gesüßt trinken Sie zwei bis vier Tassen pro Tag bei einer Erkältung. Gerade hier denken Sie daran, den Tee nicht im Übermaß zu verzehren.

Fenchel entsaften

Sie können Fenchel sehr gut zum Entsaften verwenden. Hierzu putzen Sie den Fenchel, entfernen das Fenchelgrün sowie die äußeren Blätter und schneiden den restlichen Fenchel in Scheiben.
Mit Karotten und Äpfeln hat man wohlschmeckende Begleiter zu einem schmackhaften Fenchelsaft gefunden.

Wenn Sie es eher süß mögen, runden Sie das Getränk mit Honig ab. Für den herzhaft scharfen Genuss geben Sie einfach ein wenig Chilipulver hinzu. Beim Fenchel entsaften können Sie auch Ingwer verwenden. Dies ist sehr gesund und eignet sich auch im Rahmen einer Trinkkur. Verdünnen Sie den Saft wahlweise mit Wasser oder Orangensaft.

Aufbewahrung

Im dunklen Vorratsschrank kann Fenchel zwei bis drei Tage gelagert werden. Länger hält er sich natürlich im Gemüsefach des Kühlschranks. In ein feuchtes Tuch eingewickelt können Sie ihn dort ein bis zwei Wochen liegen lassen. Sie können den Fenchel auch einlegen. Dazu einfach die Fenchelknolle vierteln, dünsten und in Schraubgläser einwecken. Nach mehreren Wochen können Sie so noch den Fenchel zu frischem Fisch genießen.

Kleiner Tipp gefällig? Geben Sie einfach ein paar Fenchelsamen dazu. Dies setzt wahre Genussexplosionen frei.

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