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Die Kartoffel

Die Kartoffel (Solanum tuberosum) ist eine Pflanzenart und gehört zu den Nachtschattengewächsen.

Ursprung

Kartoffeln in verschiedenen Varianten Kartoffeln oder auch Erdapfel genannt, stammen aus Südamerika. Der Import nach Europa erfolgte zunächst wegen des üppigen Laubes und der schönen Blüte als Zierpflanze.

Heute erfolgt der Anbau der unterschiedlichen Kartoffelsorten nahezu weltweit mit Ausnahme von subarktischen, arktischen sowie tropischen Klimazonen. Alle Kartoffeln sollten stets dunkel, kühl und luftig gelagert werden. Der feuchte Keller oder die warme Wohnung eignen sich also wenig für diesen Zweck. Eine luftige Holzkiste in einem gut temperierten Lagerraum ist dagegen ideal.

Inhaltsstoffe

Kartoffeln sind weit mehr als bloßes Lebensmittel, sondern richtige Kraftpakete für die Gesundheit. Die Knollen enthalten einen ausgewogenen Mix an Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen und machen auch überhaupt nicht dick, ein Vorurteil, das bis heute leider immer noch verbreitet ist. Überwiegend bestehen Kartoffeln aus Kohlenhydraten, Stärke, zu immerhin 20 %.

Pflanzliches Eiweiß und Ballaststoffe sind mit einem prozentualen Anteil von jeweils etwa 2 % vertreten, alle Werte sind naturgemäß schwankend und auch sortenabhängig. Alle Kartoffelsorten sind ein zuverlässiger Vitamin C Lieferant, nachgewiesen werden konnten aber auch Vitamine der B Gruppe, sowie Vitamin A. Während Vitamin C durch den Kochvorgang anteilmäßig zerstört wird, bleiben die wertvollen Mineralstoffe wie etwa Eisen, Phosphor, Natrium, Kalium und Kalzium erhalten.

Zum größten Teil bestehen Kartoffeln allerdings aus Wasser. Es handelt sich also tatsächlich um ein kalorienarmes Lebensmittel mit vielfältigen Verwendungs- und Zubereitungsmöglichkeiten in der feinen Küche. Als vielseitiges Naturheilmittel ist insbesondere der Kartoffelsaft aus der köstlichen Knolle interessant.

Nährwert

Nährwerte der Kartoffel je 100 g:

Brennwert317 kJ
Kalorien76 kcal
Protein1,9 g
Kohlenhydrate15,6 g
davon Zucker0,8 g
Fett0 g
Ballaststoffe2,1 g
Wassergehalt80%

(Quelle: Fddb)

Aufbewahrung

Bei korrekter Lagerung nur wenig Qualitätsverlust der Kartoffeln. Für den normalen Durchschnittshaushalt empfiehlt es sich stets, nur kleine Mengen zu kaufen, die auch tatsächlich benötigt werden. Sollten die Knollen in Plastik verpackt sein, so ist es für die Haltbarkeit besser, dies nach dem Einkauf umgehend zu entfernen.

Unter Lichteinfluss entwickeln Kartoffeln manchmal sichtbar grüne Stellen, welche das Gift Solanin enthalten können. Solanin ist thermostabil, wird also durch Erhitzen oder Kochen nicht zerstört. Dennoch müssen solche Knollen nicht gleich ganz weggeworfen werden, in vielen Fällen ist es ausreichend, die sichtbar grünen Stellen großzügig zu entfernen. Auch Augen auf der Schale oder Keime sollten vor der weiteren Verarbeitung entfernt werden. Grundsätzlich sind festkochende Kartoffelsorten, vorwiegend festkochende Sorten sowie mehlige Kartoffeln im Handel erhältlich.

Zubereitung

Die spezifischen Eigenschaften dieser Kartoffeln sind auch entscheidend für die Art der Zubereitung oder den gewünschten Bedarf. Mehlig kochende Kartoffeln weisen zumeist einen höheren Stärkegehalt auf und sind insbesondere geeignet für die Zubereitung von Kartoffelpüree, Kartoffelpuffer oder Suppen. Festkochende Arten bleiben auch nach dem Kochen schön schnittfest und sind deshalb beispielsweise als Pellkartoffeln oder für die Zubereitung von leckerem Kartoffelsalat geeignet.

Vom ernährungsphysiologischen Standpunkt aus ist die Kartoffel ein vorzügliches Heilmittel. Naturreiner Kartoffelsaft entfaltet im Organismus eine basische, neutralisierende und entschlackende Wirkung, die Sie sich das ganze Jahr über zunutze machen können. Obwohl das heilkundliche Wissen über Kartoffelsaft etwas in Vergessenheit geraten war, ist dieses Heilmittel in ungewohnter Form heute wieder aktueller denn je.

Obwohl der sinnvollste Einsatz von Kartoffelsaft bei Beschwerden von Magen und Darm zu empfehlen ist, so geht die heilkräftige Wirkung doch weit darüber hinaus. Denn die Erfahrungen zahlreicher zufriedener Anwender lässt den Rückschluss zu, dass Kartoffelsaft bei einer Vielzahl von Symptomen und Befindlichkeitsstörungen mit Erfolg eingesetzt werden kann. Hierbei ist zu beachten, dass eine dauerhafte Einnahme von Kartoffelsaft unüblich ist. Wenn Sie die Kartoffel entsaften möchten, ist also eine Kur zu empfehlen, welche eine Dauer von 2 bis 4 Wochen nicht überschreiten sollte. Nach einer Pause kann die Kartoffelsaft Kur dann selbstverständlich wiederholt werden.

Die Kartoffel entsaften

Kartoffel entsaften für Kartoffelsaft

Die Einnahme von Kartoffelsaft zu heilkräftigen Zwecken sollte unmittelbar vor den Mahlzeiten erfolgen, am besten mittags und abends. 50 ml reiner Kartoffelsaft, zweimal täglich eingenommen, sind also in der Regel völlig ausreichend, um sich alle heilkräftigen Effekte und Wirkungen zunutze zu machen. Hauptindikationen für die Einnahme von frischem Kartoffelsaft sind Appetitlosigkeit, Völlegefühl, Magenschleimhautentzündung sowie Übelkeit und Brechreiz.

Denn Kartoffelsaft hat das Potenzial, die irritierte Schleimhaut von Magen und Darm schnell wieder zu beruhigen. Durch die entschlackende, entgiftende und basische Wirkung ist Kartoffelsaft aber auch ein hervorragendes Mittel zur Entsäuerung. Auch bei der Unterstützung zum Abnehmen oder im Rahmen eines Diätplanes zur Ernährungsumstellung ist Kartoffelsaft geeignet.

Kartoffelsaft kann sogar äußerlich angewendet werden, beispielsweise zur Linderung nach Sonnenbrand, bei rauen Händen und Füßen oder für eine zarte Gesichtshaut. Dazu einfach die Kartoffel entsaften und den Kartoffelsaft regelmäßig mit einem Wattepad sanft auftupfen. Naturreiner Kartoffelsaft entfaltet also auf der Haut unmittelbar einen ausgeprägten kosmetischen Effekt. Zur Förderung des Haarwachstums kann nach dem Haarewaschen auch eine Spülung mit Kartoffelsaft sinnvoll sein.



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