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Der Kohlrabi

Der Kohlrabi im PorträtKohlrabi ist ein vor allem in Deutschland beliebtes und gesundes sogenanntes Wintergemüse, das eine lange Tradition hat und gerade in der kühleren Jahreszeit in vielfältiger Form gerne und viel gegessen wird.

Hierzulande ist Kohlrabi ganzjährig erhältlich. Doch was macht diese Knolle so besonders, was steckt drin, welche Zubereitungs- und Verzehrmöglichkeiten gibt es und auf was sollte man bei der Lagerung achten?

Wir nehmen die Knolle genauer unter die Lupe.

Merkmale

Der Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes L.) zählt zu den Gemüsekohlarten und wird je nach Region auch Oberkohlrabi oder -rübe, Kohlrübe, Rübkohl oder Stängelrübe genannt. Die Bezeichnung Kohlrabi leitet sich von den beiden lateinischen Wörtern “caulis” (für Kohl) und “rapum” (für Rübe) ab, während Oberrübe darauf hinweist, dass die Knolle, anders als andere Rübenarten, oberhalb der Erde wächst.

Kohlrabi vor Ernte

Der essbare Hauptbestandteil dieser Kohlart ist natürlich die charakteristische rundliche Knolle, die einen Durchmesser von bis zu 20 cm erreichen kann, und deren Farbe je nach Sorte von Blassgrün bis Blauviolett variiert. Darum herum wachsen ebenfalls essbare langstielige dunkelgrüne Blätter.

Herkunft

Drei Kohlrabiknollen nebeneinander auf HolzbrettAber woher kommt eigentlich der Kohlrabi? Obwohl er bereits im 16. Jahrhundert bekannt war und ca. seit dem 19. Jahrhundert in unseren Breitengraden kultiviert wird (wobei Deutschland heute zum Hauptanbaugebiet in Europa zählt), blieb die Herkunft des Kohlrabi bislang ungeklärt. Vermutet wird jedoch eine Abstammung aus dem Mittelmeerraum.

Die Freilandsaison für heimischen Kohlrabi ist zwischen Mai/Juni und November.

Inhaltsstoffe

Doch was steckt nun eigentlich alles im Kohlrabi, und wie bereitet man ihn möglichst schonend zu?

Geschmacklich erinnert das cremefarbige, leicht süßlich schmeckende Fruchtfleisch an Kohl, was seinem Zuckergehalt und den enthaltenen Fruchtsäuren sowie Senf- und Schwefelölen geschuldet ist. Davon abgesehen ist der Kohlrabi ein wahres Nährstoff– und Vitaminkraftpaket:

Neben seinem hohen Ballaststoffgehalt enthält er die Vitamine A, C, Folsäure und die B-Vitamine B1, B2 und B6, die Mineralstoffe Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor sowie die Spurenelemente Eisen und Selen.

Darüber hinaus ist Kohlrabi kalorienarm und zählt zu den basenbildenden Gemüsesorten. Damit passt er gut in jeden Speiseplan einer kalorienbewussten, basischen Ernährungsweise.

Nährwert

Nährwerte des Kohlrabi je 100 g:

Brennwert116 kJ
Kalorien28 kcal
Protein1,9 g
Kohlenhydrate3,7 g
davon Zucker3,5 g
Fett0,2 g
Ballaststoffe1,5 g
Wassergehalt92%

(Quelle: Fddb)

Zubereitung

Kohlrabi ist äußerst vielseitig und lässt sich auf unterschiedlichste Arten zubereiten, entweder solo oder als Beilage zu Fisch und Fleisch. Besonders beliebt ist er als gedünstetes oder gekochtes Gemüse mit Kräutersoße in Kombination mit Kartoffeln oder anderen Gemüsesorten wie Karotten. Aber auch in Aufläufen, als Lasagne, Püree, Schnitzel, Salat oder als Grundlage für Suppen und Eintöpfe ist er lecker und nahrhaft.

Vorbereitung von KohlrabiVor der Verarbeitung wird der Kohlrabi zunächst geschält (und eventuelle holzige oder faserige Stellen entfernt) und dann je nach Zubereitungsart in Scheiben oder kleine Stücke geschnitten oder fein gehobelt oder geraspelt.

Um möglichst viele Nährstoffe zu erhalten, empfiehlt es sich, den Kohlrabi in Form von Rohkost zu sich zu nehmen, z. B. als vitaminreichen Salat zusammen mit Karotten und Radieschen oder auch als Kohlrabi-Saft, pur oder in Kombination mit anderen Gemüsesorten. (Mehr zu Kohlrabi-Saft und wie Sie Kohlrabi entsaften, verraten wir Ihnen im weiteren Verlauf des Artikels).

Tipp: Werfen Sie die Blätter und Stiele auf keinen Fall weg! Sie enthalten im Vergleich zur Kohlrabi-Knolle zum Teil die zigfache Menge an wertvollen Nährstoffen (wie z. B. Vitamin C, Carotin, Phosphor, Eisen und Kalzium) sowie Chlorophyll und Antioxidantien. Zubereiten lassen sich die Blätter ähnlich wie Spinat oder können zum Verfeinern von Suppen und Soßen dienen.

Kohlrabi entsaften

Dass Kohlrabi gesund ist, wissen Sie nun inzwischen, und so gesund wie die Knolle selbst, vor allem als Rohkost, ist folglich auch der Kohlrabi-Saft.

Grüner Saft BeispielOb im Rahmen einer Basen-Fasten-Kur oder als gesunde Nahrungsergänzung für jeden Tag, zum Frühstück oder zwischendurch – Gemüsesäfte entschlacken den Körper, versorgen ihn ausgezeichnet mit Vitaminen und Nährstoffen und geben mehr Energie.

Wer also gerne Gemüsesäfte trinkt, der sollte auf jeden Fall öfter auch mal Kohlrabi entsaften und mit seinen Lieblingsgemüsesorten mischen. Kohlrabi-Entsaften ist mit einem guten Entsafter natürlich genauso einfach wie bei jedem anderen Gemüse.

Tipp: Um in den Genuss der wertvollen Inhaltsstoffe der Schale zu kommen, verwenden Sie am besten ausschließlich Bio-Gemüse und schälen es vor dem Entsaften nicht.

Eine gute und vor allem sehr vitaminreiche Kombination ist ein Karotten-Kohlrabi-Saft, wie das folgende leckere Rezept zeigt. Als Zutaten benötigen Sie hierfür

  • 2 Kohlrabi
  • 3 große Karotten
  • 1 Esslöffel Leinöl
  • 1 Esslöffel Sonnenblumenkerne
  • 2 Esslöffel Sesamsamen
  • 1 Esslöffel getrocknete Braunhirse-Keimlinge oder andere Sprossen (optional)

Bereiten Sie nun das Gemüse vor, in dem Sie es gründlich waschen, abbürsten und in entsaftungsgerechte Stücke schneiden. Geben Sie anschließend die Gemüsestücke zusammen mit den Samen in den Entsafter. Das Leinöl wird in den fertigen Saft gemischt. Die Keimlinge oder Sprossen können Sie zum Schluss auf den Saft geben. Fertig ist die Vitaminbombe!

Selbstverständlich eignen sich auch andere Gemüsesorten wie Rote Beete oder Paprika gut als Saftmix-Partner.

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Einkauf

Kaufen können Sie Kohlrabi in Deutschland das ganze Jahr über, auch außerhalb der Freilanderntesaison. Während die frühen Kohlrabi-Sorten ab Januar aus Sizilien (Freiland) oder Holland (Treibhausware) stammen, ist heimische Ware etwa von April bis November erhältlich, wobei die Freilandsaison erst im Juni beginnt.

Tipp: Achten Sie beim Einkauf darauf, dass der Kohlrabi nicht holzig, seine Oberfläche möglichst glatt und unversehrt ist und die Blätter (falls vorhanden) fest und knackig sind, was auf besondere Frische hindeutet.

Aufbewahrung

Auch bei der Lagerung gilt es einiges zu beachten. Während frisch geerntete frühe Kohlrabisorten sich nicht länger als zwei bis drei Wochen aufbewahren lassen, ist Herbstkohlrabi frisch vom Feld sogar über mehrere Monate lagerfähig. Das wirkt sich natürlich je nach Sorte und Frische zum Zeitpunkt des Einkaufs auf die Lagerfähigkeit beim Endkunden aus.

Frischer Kohlrabi aus Freilandanbau ist gut gekühlt und richtig aufbewahrt unter Umständen sogar bis zu drei Wochen haltbar, während außersaisonale Treibhausware oft innerhalb einer Woche verbraucht werden sollte.

Lagerung im Kühlschrank

Lagerung im Kühlschrank

Damit er möglichst lange frisch bleibt, entfernen Sie Stängel und Blätter des Kohlrabis, wickeln ihn in ein feuchtes Tuch, und bewahren ihn im Gemüsefach Ihres Kühlschranks auf. So hält er – je nach Sorte und Frische – bis zu zwei Wochen, ohne diese Maßnahme sind es lediglich zwei bis sechs Tage.

Angeschnittenen Kohlrabi sollten Sie in Frischhaltefolie wickeln, um ein Austrocknen der Schnittfläche zu verhindern, und anschließend möglichst schnell verbrauchen. Auch die Kohlrabiblätter sollten möglichst sofort verarbeitet werden, da sie sich selbst im kühlen Gemüsefach nur ca. zwei Tage halten.

Natürlich können Sie Kohlrabi auch einfrieren. Dazu sollten Sie ihn zuvor allerdings für ca. drei Minuten blanchieren, damit er beim Auftauen Farbe, Struktur und Geschmack beibehält.

Und noch ein heißer Tipp zum Schluss: Aus dem Trester, der auch beim Kohlrabi-Entsaften entsteht, lassen sich wiederum vielfältige Gerichte zaubern, wie z. B. Gemüseburger oder deftige Backrezepte.



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