Skip to main content

Die Petersilie

Die Petersilie ist ein wunderbar aromatisches Kraut.Petersilie im Bund

Herkunft und Ursprung

Bei der Petersilie (lat. Petroselinum crispum) handelt es sich eine zweijährige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Die Pflanze kommt im gesamten Mittelmeerraum vor und wächste nach wie vor wild. Die sogenannten Überdauerungsknsopen, die sich an der Erdoberfläche befinden, schützen die Pflanze vor der Kälte. Die Petersilie ist die in der Küche am meisten genutzte Pflanze, wohl kein weiteres Kraut hat eine derartige Verbreitung erfahren.

Der etwas rübenförmigen Wurzel der Petersilie entspringem röhrenförmige Stengel, die aufrecht stehend dann die typischen Blätter der Pflanze tragen. Während die Grundblätter gestielt sind, sind die weiter oben befindlichen Blätter je nach Sorte glatt oder gekraust. Die Wuchshöhe der Pflanze beträgt 30 bis 90 cm, größer wird die Petersilie selten. Die Blätter weisen eine dunkelgrüne Farbe auf.

Sorten

Bei den Sorten lassen sich eigentlich nur zwei Varianten unterscheiden: es gibt die glatte und die gekrauste Petersilie. Moderne Züchtungen der gekrausten Variante werden weiter unterschieden in grob bis mittelfein gekraust, fein bis sehr fein gekraust und extra gekraust. Eine Variante ist die Wurzelpetersilie (Petroselinum crispum subsp. tuberosum), die hauptsächlich als Suppengrün verwendet wird.

Eigenheiten und Besonderheiten

Es gibt über die Petersilie viel Positives zu berichten, weil sie eine vitale, mit zahlreichen Nährstoffen, Mineralien und Spurenelementen ausgestattete Pflanze ist. Dennoch gibt es einige Eigenheiten und Besonderheiten, die vor der Verwendung der Petersilie in der Küche sowie der Zubereitung von Saft aus der Petersilie zu beachten sind. Petersilie verliert ihr einzigartiges Aroma, wenn sie getrocknet ist.

Wer den wunderbaren Geschmack der Pflanze genießen möchte, sollte für die Saftzubereitung ausschließlich frische Kräuter aus dem Garten oder aus dem Handel verwenden. Schwangeren und Personen, die unter Nierenproblemen und Herzrhythmusstörungen leiden, wird empfohlen, die Petersilie nur in Maßen zu genießen beziehungsweise besser ganz auf die Petersilie zu verzichten. Gerade für Schwangere ist Vorsicht geboten, weil die Petersilie wehenfördernd wirken kann.

Inhaltsstoffe und Nährwert

Die Petersilie ist eine der wenigen Pflanzen mit einer außerordentlich großen Anzahl gesunder Inhaltssstoffe. Das macht das Kraut zu einem wahren Gesundbrunnen. Die zahlreichen Vitamine und Mineralien sowie Antioxidantien stärken das Immunsystem, man kann sie aufgrund der harntreibenden Eigenschaften gegen Nierenleiden oder Gallensteine einsetzen.

Der hohe Anteil an Vitamin C hilft dem Körper bei der Kollagenbildung und das Vitamin A fängt eventuelle Krankheitserreger in den Lungen, am Darm beziehungsweise an den Schleimhäuten von Augen, Hals und Nase ab. Die guten Inhaltsstoffe der Petersilie helfen bei rheumatoider Arthritis. Verschiedene Verbindungen in der Pflanze, wie zum Beispiel Vitamin C und Beta-Carotin, haben eine entzündungshemmende Wirkung, die sich bei Arthritisbeschwerden positiv auf den Körper auswirkt.

Petersilie leitet die Harnsäure aus dem Körper, was eventuelle Beschwerden lindern kann. Das Kraut überzeugt ebenfalls durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften: Petersilie lindert unter anderem Zahnschmerzen und hilft äußerlich bei Prellungen oder Mückenstichen. Das Kraut wirkt ebenfalls als Läusemittel und hilft bei Leberflecken und Sommersprossen sowie sogar bei Sonnenbrand. Für die äußerliche Anwendung wird das frische Kraut zerkleinert und auf die betroffenen Hautpartien gerieben.

Generell sollte darauf geachtet werden, dass nicht zu viel Petersilie bei bestimmten Symptomen verwendet wird. In großen Mengen genossen kann das Kraut zu Leber- oder zu Nierenbeschwerden führen. Besser ist es deshalb, eine tägliche Menge in der Größe eines Fingerhuts zu sich zu nehmen. Dies ist auch das Maß, dass bei der Zubereitung von Saft verwendet werdden sollte.

Nährwert der Petersilie je 100 g:

Nährwerte der Petersilie je 100 g:

Brennwert219 kJ
Kalorien52 kcal
Protein4,4 g
Kohlenhydrate7,4 g
davon Zucker4,8 g
Fett0,4 g
Ballaststoffe4,2 g
Wassergehalt81%

(Quelle: Fddb)

Verwendungsweisen und Zubereitungsmöglichkeiten

Neben der Zubereitung als Saft können Sie die Petersilie für eine Vielzahl an kalten und warmen Gerichten als Würzmittel einsetzen. Eine alte Weisheit besagt, Petersilie schmecke früh, mittags und abends und das stimmt auch. Verwenden Sie die Petersilie beim Frühstück, indem Sie einige Blätter davon als Garnitur auf Brot oder Brötchen legen, mittags können Sie praktisch alle herzhaften Speisen nach der Fertigstellung mit gewiegter Petersilie würzen und am Abend schmeckt das Kraut auf dem Blattsalat oder ebenfalls auf dem Brot. Besonders erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die wunderbare Optik, wenn die frischen, zerkleinerten grünen Blätter auf das Gericht gestreut werden.

Petersilie entsaften

Petersilie als Saft

Petersilie ist perfekt geeignet, um aus ihr Saft zu bereiten und, gemischt mit anderen Zutaten, zu genießen. Weil die Menge, die beim Petersilie entsaften aus einem Bündel Petersilie gewonnen werden kann, begrenzt ist, benötigen Sie für die Saftgewinnung sehr viel Petersilie. Hier sind alle die gut dran, die Petersilie in großer Menge im Garten stehen haben. Damit die Petersilie ihre ausgezeichneten Inhaltsstoffe behält, muss der Saft aus der rohen Petersilie gewonnen werden.

Krause Petersilie ist generell besser geeignet als glatte Petersilie. Entfernen Sie die Stiele an den Kräutern und waschen Sie das oder die Bündel mit Petersilie unter fließendem kalten Wasser gründlich ab. Nach dem Trockenschleudern ist das Kraut entsprechend vorbereitet, um kleingehackt zu werden.

Danach geben Sie die kleingehackten Kräuter in ein sauberes Tuch und pressen den Saft auf diese Art aus der Petersiie heraus. Auf diese Art können Sie die Petersilie entsaften. Am besten ist es, denn Saft direkt nach dem Entsaften weiter zu verwenden und nicht erst im Kühlschrank aufzubewahren. Mischen Sie die gewonnene Menge an Petersiliensaft mit anderen Zutaten und genießen Sie den wunderbaren Geschmack des Saftes.

Aufbewahrung und Lagerung

Petersile lässt sich am besten aufbewahren, wenn man sie in ein feuchtes Tuch einschlägt und in das Gemüsefach des Kühlschrankes legt. Ebenfalls möglich ist es, die frisch geschnittene Petersilie wie einen kleinen Blumenstrauß in ein Glas zu stellen. Alternativ kann das Kraut klein gehackt und portionsweise eingefroren werden.



Ähnliche Beiträge