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Rucola

Rucola im Bund

Rucola oder Rauke gehört zu der Familie der Kreuzblütler und ist in Europa heimisch. Mehrere Rucolaarten sind bekannt, darunter wird Diplotaxis tenuifolia überwiegend als Salatpflanze in Deutschland kultiviert und vermarktet.

Herkunft der Rucola

Bis vor zwanzig Jahren kannte man die Rauke in Deutschland hauptsächlich als Unkraut zwischen den Fugen.Als dann das kräftig aromatische Kraut in der italienischen Küche entdeckt wurde, gewann die Rucola -wie sie in Italien genannt wird- auch hierzulande an Beliebtheit. Die feingliedrigen Blätter der Rucola ähneln etwas dem Löwenzahn und sind im Geschmack ebenso kräftig nussig, erinnern jedoch stärker an Kresse.

Inzwischen findet sich Rucola überall im Lebensmittelhandel. Die robuste Pflanze lässt sich aber auch leicht im eigenen Beet oder im Balkonkasten aus Samen ziehen. Wegen ihres kräftigen Geschmacks ist Rucola eine beliebte Beigabe in frischen Salaten oder verleiht Pasta als Würze das gewisse Etwas. Rucola ist aber auch eine ideale Zutat in frisch gepressten Säften, denn sie schenkt dem Saft nicht nur ein sattes Grün, sondern auch viele gesundheitliche Vorteile.

Besonderheiten und Inhaltsstoffe der Rucola

Je früher die Blätter geerntet werden, desto zarter und nussiger sind sie im Geschmack. Ältere Blätter nehmen an Schärfe und auch etwas an Bitterkeit zu. Diese Schärfe entfalten die enthaltenen Senföle, denen verschiedene Heilwirkungen zugeschrieben werden. Sie wirken antibakteriell in den Atemwegen und helfen bei Entzündungen der Harnwege. Zudem überholt Rucola in ihrem Vitamin C-Gehalt noch die Orange.

Diese Inhaltsstoffe verleihen der Rucola antivirale, immunsteigerden Eigenschaften und stärken Herz und Kreislauf. Die Folsäure regt die Zellteilung an und ist daher während der Schwangerschaft empfehlenswert, da der Folsäure-Bedarf in dieser Zeit steigt. Vitamin K unterstützt die Gesundheit der Knochen und des Gehirns. Rucola kann damit zu Recht zu den heimischen Superfoods gezählt werden und gehört daher in jede gesundheitsbewusste Küche.

Nährwert des Rucola je 100 g:

Nährwerte des Rucola je 100 g:

Brennwert124 kJ
Kalorien30 kcal
Protein2,6 g
Kohlenhydrate2,1 g
davon Zucker1,7 g
Fett0,7 g
Ballaststoffe1,6 g
Wassergehalt92%

(Quelle: Fddb)

Zubereitungsmöglichkeiten der Rucola

Rucola ist das ganze Jahr über erhältlich. Die Rucola-Saison in Deutschland reicht von Mai bis Oktober. Dann sind die frischen Blätter aus Freilandhaltung erhältlich und haben keine langen Transportwege hinter sich. Dies wirkt sich auch auf die Nitratwerte aus, die dann sind geringer sind.
Auf Märkten und in einigen Geschäften ist Rucola auch als wilde Rauke zu finden. Diese Sorte ist intensiver im Geschmack, ihre Blätter sind schmaler und dunkler als die der üblicherweise erhältlichen Salatrauke.

Etwas Vorsicht ist geboten bei dem Nitratgehalt der Rucola. Wie in allen Blattgemüsen reichert auch Rucola Nitrat aus dem Boden in gewissen Mengen an, das durch Bakterien im Körper zu Nitrit umgewandelt wird. Auch aus diesem Grund ist auf frische Qualität aus Freilandanbau zu achten, da Wärme und Licht durch Sonneneinstrahlung den Pflanzen helfen, das aufgenommene Nitrat abzubauen.

Für die Zubereitung der Rucola sollten die Blätter stets frisch und für ein optimales Aroma möglichst klein sein. Rukola sollte schnell verzehrt werden, da sie sich nicht lange frisch hält. In ein feuchtes Tuch gewickelt, kann sie noch maximal zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Vor Gebrauch werden die Blätter gründlich gewaschen und in der Salatschleuder von überschussigem Wasser befreit. Sollten die Blätter etwas bitter schmecken, so kann Rucola unter lauwarmem Wasser gespült werden, was den bitteren Geschmack neutralisiert.

Rucola entsaften

Rucola entsaften

Rucola eignet sich auch zum Entsaften und kann auch in Kombination mit anderen Früchten und Gemüsen seine gesundheitsfördernde Wirkung entfalten. Dazu empfiehlt es sich, den Saft frisch zu genießen.

Für ein leckeres und gesundes Saftgetränk versuchen Sie den Rucola-Beeren-Saft.
Dazu geben sie einen Bund Rucola, eine Handvoll Johannisbeeren, eine Banane, drei geschälte Orangen und eine halbe Gurke in den Entsafter. Sollte der Saft noch zu dickflüssig sein, können Sie ihnen mit etwas Wasser auf die gewünschte Konsistenz bringen.

Die frischen, grünen Salatblätter sind auch eine beliebte Zutat für einen belebende Frühjahrskur. Dafür können Sie Rucola entsaften und mit Ingwer, Zitronensaft, Honig und etwas Wasser mischen. Nehmen Sie dieses Getränk vierzehn Tage lang morgens auf nüchternen Magen zu sich. Die Kur unterstützt die Darmreinigung und einen gesunden Stoffwechsel.



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