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Die Ananas

Herkunft

Ananas im PorträtGrundsätzlich ist die Ananas in Südbrasilien und Paraguay zu Hause, denn von dort aus gelangte sie auf die Westindischen Inseln und nach Zentralamerika.

Angeblich machte Christoph Kolumbus im Jahr 1493 Bekanntschaft mit der Ananas auf Guadeloupe. Er soll die Ananas von Ureinwohnern als Willkommensgeschenk überreicht bekommen haben.

Dass die Ananas überhaupt auf der ganzen Welt bekannt wurde, ist den Portugiesen zu verdanken, denn sie brachten die exotische Frucht Mitte des 16. Jahrhunderts nach Indien. Insbesondere Engländer und Franzosen bauten die Frucht im 18. und 19. Jahrhundert in Treibhäusern an.

In größeren Mengen verfügbar und außerdem erschwinglicher wurde die Ananas jedoch erst ab dem 19. Jahrhundert, denn dann begann man, ganze Ananaspflanzen nach Europa aus der Karibik zu exportieren.

Sorten und Familie

Grundsätzlich gehört die Ananas der Familie der Bromeliengewächse an und wurzelt im Boden. Sie verfügt über dickfleischige Blätter, die bis zu 80 Zentimeter lang und bis zu sechs Zentimeter breit werden können.

Die Blätter bilden die Rosette oder den Blattschopf, in welchem sich das Regenwasser sammelt. Dieses Wasserreservoir dient der Frucht als wichtiger Nährstoffspeicher und sorgt dafür, dass die Ananas auch in trockenen und nährstoffarmen Gegenden überleben kann.

Junge Ananas

Im Alter von zwölf bis 20 Monaten entstehen die weiß bis rötlich-violetten Blüten der Pflanze, die aus der Rosette wachsen. Aus den Blüten bildet sich später die Frucht. 100 bis 200 Früchte gehören zu dem Beerenfruchtverband.

Im Idealfall schmeckt die Ananas süßsäuerlich und aromatisch. Sie wächst im suptropischen, aber hauptsächlich im tropischen Klima und wird nach wie vor hauptsächlich in Brasilien angebaut.

Inhaltsstoffe

Ananas am Strand auf SanduntergrundDa die Ananas über das Enzym Bromelain verfügt, gilt dies natürlich auch für den Ananassaft. Bromelain wirkt vermeintlich ödem– und entzündungshemmend.

Die Südfrucht ist außerdem ein wahrer Vitamin C-Lieferant, denn mit 20 Milligramm pro 100 Gramm deckt sie bereits ein Fünftel des Tagesbedarfs eines erwachsenen Menschen ab.

Zusätzlich enthält die Frucht viele Spurenelemente und Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Kalzium, Zink, Phosphor oder Eisen. Während Eisen wichtig für die Blutbildung ist, spielt Kalzium beim Aufbau und Erhalt der Knochen eine wichtige Rolle.

Lediglich 55 Kilokalorien je 100 Gramm weist die Ananas auf und zählt damit zu den kalorienärmsten Obstsorten.

Nährwert

Nährwerte für 100 g:

Brennwert245 kJ
Kalorien59 kcal
Protein0,5 g
Kohlenhydrate12,4 g
davon Zucker12,2 g
Fett0,2 g
Ballaststoffe1,4 g
Wassergehalt85%

(Quelle: Fddb)

Zubereitung und Lagerung

Eine gute und reife Ananas erkennen Sie grundsätzlich daran, dass Sie sowohl fruchtig riecht, als auch über keine weichen Stellen verfügt, sowie grüne und frische Blätter aufweist. In der Regel ist die Schale der Ananas je nach Sorte rötlich, orangegelb, gelb oder auch grün.

Achten Sie bei der Zubereitung auf Milchprodukte, denn das Eiweiß sorgt für die Spaltung des Enzyms Bromelain, wodurch ein bitterer Geschmack entsteht.

Ananas auf Pizza (Hawaii)

Ananas auf Pizza (Hawaii)

Ob als Nachtisch, im Kuchen, auf der Pizza oder als Chutney: Die Ananas lässt sich sowohl süß, als auch pikant zubereiten. Beliebt ist sie auch in Fisch– oder Fleischgerichten wie Currys. Gängig ist mittlerweile auch Dosen-Ananas, denn als Konserve bleibt die Frucht besonders lange haltbar.

Grundsätzlich sollten Sie beachten, dass die Ananas nicht nachreift und auf Druck empfindlich reagiert. Leider bleibt sie nicht mehr lange frisch. Da es die Südfrucht warm mag, sollten Sie die Frucht nicht unter sieben Grad lagern, sondern bei Zimmertemperatur. Auch geschälte Stücke sind im Kühlschrank nur kurze Zeit haltbar. Zum Verpacken eignen sich verschließbare Plastikboxen sehr gut, denn auf das Verpacken in Alufolie sollten Sie bei der Ananas lieber verzichten.

Ananassaft erzeugen

Beginnen Sie zunächst damit, eine reife Ananas auszuwählen, und schneiden Sie im Anschluss daran den Stängel ab. Stellen Sie die Frucht auf ein Schneidebrett und beginnen Sie, die Oberseite der Frucht mit einem scharfen Messer im Kreis abzuschneiden.

Haben Sie die Unterseite erreicht und die komplette Schale entfernt, sollten Sie die Augen der Ananas entfernen. Diese schneiden Sie am besten im 45°-Winkel heraus, um nicht zu viel Fruchtfleisch zu verlieren. Schneiden Sie daraufhin diagonale Linien in das Fruchtfleisch, sodass die Frucht später einer Spirale ähnelt.

Die Ananas entsaften: Ananassaft

Um Ihre Ananas zu entsaften, müssen Sie die Frucht nun vertikal in Viertel schneiden. Den mittleren Kern der Ananas sollten Sie entfernen, da dieser zäh und faserig ist. Schneiden Sie die Frucht in kleine Stücke und geben Sie diese in das Entsafter-Gerät Ihrer Wahl.

Zwar ist purer Ananassaft sehr lecker, dennoch kann er recht herb schmecken. Notfalls können aber schon zwei bis drei Esslöffel Honig oder Zucker helfen. Auch zusätzliches Wasser kann den Geschmack in eine positive Richtung lenken.



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