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Die Zitrone

Die Zitrone im PorträtZitronen heißen die faustgroßen Früchte eines Zitrusbaumes. Im Innern des goldgelben oder grüngelben Obstes findet sich saures Fruchtfleisch. Die bereits seit Jahrhunderten verwendeten Früchte enthalten reichlich Vitamin C, weswegen sie zum Hausmittel gegen gesundheitliche Beschwerden geworden sind.

Der saure Saft von Zitronensorten dient außerdem der Verfeinerung von Speisen und Getränken. Die Früchte von Zitronenbäumen, die botanische Besonderheiten besitzen, verarbeiten Genießer auf unterschiedliche Weise. Bevor Sie eine Zitrone entsaften, ist eine lange Lagerung des Lebensmittels möglich.

Herkunftsgeschichte

Zur Gattung der Zitruspflanzen gehört die Zitrone. Der Begriff umfasst eine Gruppe von Sorten, die Bauern erstmals im Norden des indischen Subkontinents kultivierten. Die Pflanzen, deren Früchte rasche Verbreitung erlebten, entstanden durch Kreuzung von Bitterorange und Zitronatzitrone.

Zitronen aufgeschnitten auf Holztisch

Für das Jahr 1000 existieren sichere Nachweise, die den Anbau in Indien, China und in Ländern des Mittelmeerraumes belegen. Später gelangten Früchte über Länder wie Spanien oder Italien nach Nordeuropa.

Entdecker wie Christoph Kolumbus brachten Zitronenbäume schon 1493 in die Neue Welt. Zugleich avancierte das Lebensmittel in Form von Zitronensaft zur wichtigen Zutat der mediterranen Küche. In der Toskana entstanden aus diesem Grund besondere Zitronenhäuser, die eine erste Massenproduktion ermöglichten. Heute werden die Zitronen vor allem in Mexiko, China, Spanien und Indien geerntet.

Zitronensorten

Zitronen wachsen in einem warmen und feuchten Klima. Anders als andere Zitrusfrüchte ist das gelbe Obst gegen Trockenheit oder Kälte empfindlich. Unter angemessenen Bedingungen blühen und gedeihen die Bäume aber das gesamte Jahr.

Drei Zitronen isoliert mit StielDie unterschiedlichen Sorten werden anhand Ertrag und Geschmack differenziert. Populäre Varianten sind Zagara Bianca, Lunaria oder Primofiori. Varna, Lisbon und Eureka sind vor allem bei amerikanischen Zitronenbauern vorzufinden. Vorteile von neueren Sorten wie Eureka sind ein fast dornenloser Wuchs und eine frühe Reifung der Früchte.

Eine weitere Sorte, die bei hiesigen Genießern auf Begeisterung stößt, trägt den Namen Meyer-Zitrone. Die weniger säurehaltigen Früchte der Pflanze, die 1908 im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums der USA entstand, machten die Sorte in den 1920er Jahren zunächst in den USA populär. So verarbeitete TV-Köchin Martha Stewart diese Zitronen. Der TV-Star bewies den US-Zuschauern dabei, wie einfach sich eine Zitrone tatsächlich entsaften lässt.

Besonderheiten

Die Sorten der Zitrone unterscheiden sich durch ihren Wuchs. Manche Bäume erreichen eine Höhe von bis zu sechs Metern. Andere Sorten bleiben hingegen sehr klein, sodass sie eher als Zierpflanzen fungieren.

Zitronenbaum mit zwei reifen ZitronenDie grünen Blätter sind zumeist länglich-oval. Blüten und Blätter verströmen einen feinen Duft. Das Wachstum entwickelt sich in Phasen, die parallel verlaufen. Durch diese botanische Besonderheit tragen die Pflanzen ganzjährig Blüten und Früchte. Folglich lassen sich die Früchte der Zitronenbäume sogar vier Mal pro Jahr ernten.

Darüber hinaus stellt der Geschmack des Zitronensaftes eine Besonderheit dar, welcher wiederum delikate Nuancen in Speisen und Getränken hervorbringt. Durch das saure Aroma entwickelten sich umgangssprachliche Begriffe. Die besondere Aufladung, die sich in der Sprache bemerkbar macht, tut dem Zitronensaft aber unrecht. Schließlich weist das Obst dennoch viele Vitamine und Nährstoffe auf.

Inhaltsstoffe

Das saftig-saure Fruchtfleisch besteht aus 3,5 bis 8 Prozent Zitronensäure sowie reichlich Vitamin C. Mit durchschnittlich 50 Milligramm auf 100 Gramm Fruchtfleisch deckt diese Vitamindosis etwa die Hälfte des Tagesbedarfes eines Erwachsenen.

Zitronen enthalten außerdem Kalium, das für Herzen, Nerven und Muskeln benötigt wird. Weitere Bestandteile sind Calcium und Magnesium. Das Obst enthält zudem Eisen und Zink.

Außerdem punktet die saure Frucht durch weitere Vitamine. Wichtige Folsäuren, Beta-Karotin und das für die Haut wichtige Vitamin B6 sind enthalten. Ein regelmäßiger Konsum der gelben Früchte scheint hilfreich, um relevante Nährstoffe aufzunehmen. Weil saurer Zitronensaft essentieller Bestandteil vieler Speisen und Getränke ist, erleichtert sich die Einnahme.

Nährwerttabelle

Nährwerte für 100 g:

Brennwert162 kJ
Kalorien39 kcal
Protein0,7 g
Kohlenhydrate3,2 g
davon Zucker3 g
Fett0,6 g
Ballaststoffe1,3 g
Wassergehalt89%

(Quelle: Fddb)

Zitronensaft

Zitronenstück auf LachsfiletDer saure Sauft sowie die aromatischen Schalen der Frucht sind hervorragend zum Würzen und Verfeinern von Speisen geeignet. Beide Bestandteile werden von Köchen für Salatdressings und Suppen verwendet. Bei der Zubereitung von Fleisch und Fisch dient die Flüssigkeit des Obstes als natürlicher Geschmacksspender.

Der Saft oder die Schalen finden sich außerdem in delikaten Desserts. Cocktails aus Wassermelonen, Erdbeeren oder Bananen verfeinert ein Spritzer Zitronensaft. In Verbindung mit sprudelndem Mineralwasser entsteht ein sommerliches Getränk, das den durstigen Körper erfrischt.

Durch das Mischen mit lauwarmen Leitungswasser wird die Flüssigkeit unterdessen zum Hausmittel, das vor allem gegen Erkältungen, aber auch gegen Magen- oder Kopfschmerzen vorbeugen kann.

Wenn nur ein wenig Flüssigkeit benötigt wird, reicht das Aufstechen mit einer Gabel, um die Zitrone zu entsaften. Für die Zubereitung größerer Mengen empfiehlt sich die Nutzung einer Saftpresse.

Glas mit Zitronensaft neben aufgeschnittenen Zitronen auf Holzblech

Ankauf und Lagerung

Zitronen lagern unter den richtigen Bedingungen einige Monate. Im kühlen Keller, im kalten Abstellraum oder im schattigen Flur bleiben die Früchte aufgrund ihrer Säure bis zu drei Monate frisch. Der Kühlschrank ist allerdings kein geeigneter Lagerort für das Obst.

Haltbarkeit von Saft

Vor dem Einlagern ist ein Kauf erforderlich. Im Supermarkt sind die gelben Zitronen ganzjährig erhältlich. Schwere und kleine Früchte enthalten den meisten Saft. Genießer sollten zudem auf Qualitätsmerkmale wie eine dünne Schale und wenig Kerne achten.

Schmackhafte Sorten stammen je nach Jahreszeit aus Ländern wie der Türkei, Spanien oder Italien. Im heißen Sommer bezieht der Einzelhandel die Früchte außerdem aus Übersee. So besteht immer die Möglichkeit, den sauren Saft zu pressen, der andere Lebensmittel verfeinert, als natürliches Hausmittel gilt oder ein wichtiger Bestandteil vieler Erfrischungen darstellt.



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