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Entsaften: Häufig gestellte Fragen/FAQ

11 häufig gestellte Fragen zum Entsaften

Entsaften FAQ/Häufig gestellte FragenViele Wege führen zum Saft aus eigener Herstellung: Sie können Früchte mit bloßer Muskelkraft auspressen, elektrische oder mechanische Saftpressen benutzen oder sogar einen typischen Entsafter mit Zentrifugaltechnik verwenden. Wie die Früchte behandelt werden sollten, welche Verarbeitungsweise sich für wen lohnt und warum Bio-Obst die bessere Wahl darstellt, lesen Sie hier!

1. Sollte ich Bio-Obst kaufen?

Für eine gesunde Ernährung lohnt sich der Griff ins Bio-Regal. Die Früchte sind nicht gespritzt oder mit sonstigen Chemikalien behandelt. Der Umwelt tun Sie einen Gefallen, wenn Sie auf regionale und saisonale Ware setzen. Transportwege entfallen so weitestgehend. Gerade bei Früchten, die Sie im Ganzen verwenden wollen, wie zum Beispiel Mango, sollten Sie auf Bio-Qualität Wert legen.

2. Muss ich Obst aus dem Supermarkt schälen?

Die Antwort lautet ja. Grundsätzlich muss Obst (und Gemüse), welches herkömmlich mit Chemikalien wie Fungiziden, Pestiziden und ähnlichen Schädlingsbekämpfungsmitteln behandelt wurde, geschält werden. Der Saft wäre sonst eher ein mehr oder weniger bedenkliches Gebräu in Bezug auf die Gesundheit des Konsumenten.

3. Wie bereite ich Obst und Gemüse fürs Entsaften vor?

Entfernen Sie alle sichtbaren Stellen. Dazu zählen Druckstellen, dunklere Makel und Verwucherungen. Waschen Sie die Produkte gründlich. Dazu eignen sich Gemüsebürsten oder spezielle Handschuhe mit Silikonnoppen. Besonders saubere Resultate erzielen Sie, wenn Sie die Früchte vor dem Waschen in einer Mischung aus Wasser und Apfelessig einweichen. Der Apfelessig hat zudem eine desinfizierende Wirkung.

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4. Müssen Beeren geschnitten werden?

BeerenmischungNein. Beeren sind klein und weich. Sie bedürfen keinem Kleinschneiden. Aber im Falle von Erdbeeren lassen sich beim Entsaften mithilfe eines Küchentuchs bessere Resultate erzielen, falls sie vorher halbiert wurden.

5. Muss ich die Kerne vor dem Entsaften entfernen?

Die Kerne müssen grundsätzlich nicht entfernt werden. Bereiten Sie sich aber einen Smoothie zu, sollten sie vorher herausgeschnitten werden. Den Smoothie verzehren Sie nämlich, ohne ihn vorher in irgendeiner Weise zu filtern.

6. Schmeckt eigens erzeugter Saft besser?

Frisch gepresste SäfteObjektiv ist Geschmack bekanntlich nur schwer beziehungsweise gar nicht zu beurteilen. Es lässt sich allerdings festhalten, dass viele Menschen Saft ausschließlich aufgrund des köstlichen Geschmacks verzehren. Bezieht man nun noch die gesundheitlichen Vorteile mit ein, die ein Saft mit sich bringen kann, dann sollte sich diese Frage eigentlich von selbst beantworten.

Grundsätzlich möchten Sie den Luxus vom eigenen Saft nach einer kurzen Eingewöhnung beziehungsweise Entwöhnung vom Industriezucker oftmals nicht mehr missen.

7. Ist Saft aus eigener Herstellung gesünder?

Ja. Es ist nur so viel Zucker enthalten, wie Sie dem Saft auch tatsächlich hinzufügen. Auch andere bedenkliche Substanzen wie Konservierungsmittel und Geschmacksverstärker bleiben Ihnen erspart.

Außerdem bleiben beim Kaltentsaften mit niedrigen Umdrehungen alle wichtigen Vitamine, Enzyme und Nährstoffe in der Flüssigkeit erhalten. Stark erhitzte Industrieprodukte können dies meist nicht so leicht von sich behaupten, da sie nur allzu oft im Sinne der Haltbarkeit stark erhitzt werden müssen und folglich viele Vitalstoffe zerstört werden.

8. Welche Arten von Entsaftern gibt es eigentlich?

Entsafter oder SaftpresseEs gibt große Zentrifugen, die Obst in Sekundenschnelle in Saft verwandeln können – optimal für jede Familie, die gelegentlich frischen Saft genießen möchte. Diese Geräte sind leider oft etwas lauter und lang nicht so schonend wie beispielsweise Saftpressen. Aber wer die Maschine regelmäßig nutzt, freut sich über die schnelle Verarbeitung.

Schonender arbeiten Saftpressen. Sie sind leise und weisen eine geringe Geschwindigkeit mit einer geringen Anzahl an Umdrehungen auf. Dies ist wichtig, damit nicht viel Sauerstoff bei der Verarbeitung in die Flüssigkeit gelangt. Durch Sauerstoff wird die Oxidation gefördert. Bei dieser chemischen Reaktion werden dem Produkt wichtige Vitalstoffe entzogen.

Außerdem gibt es Dampfentsafter. Diese Geräte entziehen den Saft mittels aufsteigendem Wasserdampf, der die Früchte allmählich zum Platzen bringt, sodass der die Flüssigkeit austreten kann. Zudem bieten Dampfentsafter teilweise eine integrierte Funktion zum Einkochen an.

9. Welchen Entsafter sollte ich kaufen?

Philips HR1921/20 Zentrifugenentsafter Beispiel

Philips HR1921/20 Zentrifugenentsafter

Für das tägliche Glas frischen Saft eignen sich einfache Zentrifugenentsafter. Möchten Sie viel experimentieren und auch härtere Früchte auspressen, sollten Sie ein leistungsfähigeres Gerät wählen. Für große Mengen ist sicher ein Dampfentsafter die richtige Wahl. Wer im Garten entsaften will, verzichtet auf den Strominput und entscheidet sich für mechanische, manuelle Saftpressen.

Grundsätzlich lässt sich auch völlig ohne spezielle Utensilien die Flüssigkeit aus den Früchten holen. Etwa durch Einkochen und passieren mithilfe eines Küchentuches.

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10. Kann ich Blattgemüse, Kräuter und Salat pressen?

Blattgemüse, Salat entsaftenGrundsätzlich ja, allerdings hängt die individuelle Performance hier stark vom verwendeten Entsafter-Modell ab. Für Gemüsesäfte mit Kräutern und Salat, also chlorophylhaltigen Lebensmitteln, eignen sich Saftpressen besser als Zentrifugenentsafter. Verpacken Sie die Blätter zu einem kleinen Paket bevor Sie es in das Gerät geben. So ist der Widerstand höher und es kann mehr Flüssigkeit dank Druckaufbau gewonnen werden.

11. Wie steht es um die Haltbarkeit nach dem Entsaften?

Frische Säfte können circa zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Bedenken Sie aber, dass Folsäure und andere Nährstoffe lichtempfindlich, temperaturempfindlich und sauerstoffempfindlich reagieren. Ihr Gehalt sinkt im Laufe der Aufbewahrung.

Eine Möglichkeit, den Saft fast ein Jahr haltbar zu machen, ist das Einkochen. Eine andere Option besteht im Einfrieren. Dazu können Sie den Saft in alte Tetrapacks geben oder Sie machen eigens Eis in Formen daraus.

Saft mittels Einkochen selber herstellen

Mehr zur Haltbarkeit erfahren Sie hier.



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Kommentare

Patricia 29. Januar 2017 um 17:48

Hallo aus der Dominikanischen Republik.
Mein Name ist Patricia und ich verbringe gerade ein glückliches Sabbatjahr auf einer Öko Farm.
Ich finde Ihre Seite sehr interessant! Bisher habe ich nur Erfahrung mit Mixern. Die Saftpresse kenne ich nur von Kindheitserinnerungen als meine Mutter, die mit einem Dampfgerät Marmelade hergestellt hat.
Wir haben hier Acai Beeren und fragen uns, welche Art Saftpresse wir dafür verwenden können. Können Sie mir einen Rat geben?
Viele karibische Grüße,
Patricia

Antworten

Frank Nussbaum 30. Januar 2017 um 06:12

Hallo Patricia,
für die Verarbeitung von Acai Beeren (insbesondere in größeren Mengen) eignet sich ein Dampfentsafter überaus gut. Wir empfehlen hier den WMF Edelstahl Dampfentsafter, wie unser großer Testvergleich eindrucksvoll aufzeigt. Wie man einen solchen Dampfentsafter einfach bedient, veranschaulicht wiederum folgendes Video: https://saftausbeute.de/vergleich/dampfentsafter-test/#edelstahl_dampfentsafter_im_video
Warum gerade ein Dampfentsafter? Der obere Fruchtkorb verfügt über besonders viel Volumen (für eine große Menge an Beeren optimal). Aufgrund des schonenden Entsaftens mithilfe von bloßem Wasserdampf bleiben die wertvollen Nährstoffe weitestgehend erhalten. Der gewonnene Saft weist die längste Haltbarkeit von allen Entsafter-Typen auf und kann somit einfach aufbewahrt werden.

Solltet Ihr euch trotzdem eher für eine der Saftpressen interessieren, empfehle ich einen Blick auf den entsprechenden Testvergleich. Alles Weitere könnt ihr hoffentlich diesem entnehmen.
Falls noch Fragen deinerseits offen sein sollten, beantworte ich diese gerne.

Liebe Grüße
Frank

Antworten

Patricia 3. Februar 2017 um 01:48

Danke für die Antwort Frank! Mit dem Dampfentsafter erhalten wir dann Saft? Oder können wir daraus auch Püree gewinnen? Das Püree ist sehr beliebt um es einzufrieren und für Smoothies zu verwenden.
Viele Grüße aus der sonnigen Karibik,
Patricia

Antworten

Frank Nussbaum 3. Februar 2017 um 02:51

Gerne, Patricia!
Mit einem Dampfentsafter ein Püree herzustellen, stelle ich mir – ehrlich gesagt – ziemlich schwierig vor.
Der Saft, der beim Dampfentsafter, vom oberen Fruchtkorb ausgehend, in den mittleren Saftbehälter-Topf fließt, weist eigentlich schon eine Konsistenz auf, die nicht mit der eines Pürees zu vergleichen ist.
Einfrieren kannst du diese Säfte allerdings ohne Probleme. Eine lange Haltbarkeit ist garantiert. Eine Smoothie-ähnliche Konsistenz könnt ihr hingegen leider nicht erwarten.

Liebe Grüße in die Karibik
Frank

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