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Entsafter: Dampf oder elektrisch?

Dampfentsaften oder elektrisch entsaften?

Zwei beliebte Methoden im direkten Vergleich

Wer Saft in größeren Mengen selber macht, wird um eine der beiden Möglichkeiten kaum herumkommen. Entweder verwendet man einen Dampfentsafter oder einen elektrischen Entsafter. Beide haben Vor– und Nachteile und sind auch nicht für alles und jeden geeignet. Der Hauptunterschied beider Geräte besteht in der eigentlichen Art des Entsaftens.

Der Dampfentsafter

Dampfentsafter werden zum “Heißentsaften” verwendet. Sie bestehen aus einem Topf für das Wasser, einer Auffangschale mit Ablaufschlauch und einem Siebeinsatz für die Früchte (der Fruchtkorb).

Geeignet sind viele Obst- und Gemüsesorten, vor allem Beerenobst. Das Gerät wird mit Wasser und Früchten befüllt und zusammengesetzt auf dem Herd erhitzt. Geschlossen wird das Topf-Konstrukt dann mithilfe eines Deckels. Möchte man den Fortschritt des Entsaftens ohne Energieverlust (aufgrund des Öffnens des Gerätes) verfolgen, sollte man einen Entsafter mit Glasdeckel auswählen.

Entsafter Dampf oder elektrisch: Dampfentsafter - Saft abfüllen nach AnwendungDer sich beim Erhitzen bildende Wasserdampf bringt die Zellwände der Früchte zum Platzen und der Saft tritt aus. Über den Schlauch kann er sofort in Flaschen abgefüllt werden. Deshalb ist diese Methode auch gerade für das Haltbarmachen von Saft sehr sinnvoll und am einfachsten zu bewerkstelligen.

Ein Nachteil des Dampfentsafters besteht darin, dass der Saft erhitzt wird. Dabei gehen einige hitzeempfindliche Inhaltsstoffe verloren. Außerdem muss der Saft vor der Verwendung erst abkühlen. Wer die Qualitätseinbußen zugunsten der längeren Haltbarkeit hinnehmen kann, ist mit einem Dampfentsafter gut beraten. Sinnvoll ist ein Dampfentsafter auch dann, wenn der Saft anschließend sowieso heiß weiterverarbeitet werden soll, zum Beispiel zu Sirup oder Gelees.

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Der elektrische Entsafter

Entsafter – Dampf oder elektrisch? Wer Wert auf den schonenden Umgang mit Inhaltsstoffen legt, der wird wahrscheinlich eher zum elektrischen Entsafter (zum Kaltentsaften) tendieren. Dafür verwendet man Saftpressen oder Zentrifugenentsafter.

Die Saftpresse

SoloStar 4 Saftpresse - Äußerlicher Ersteindruck (Gesamtansicht)

Beispiel eines elektrischen Entsafters: Die Tribest SoloStar 4 Saftpresse

Saftpressen arbeiten mit mechanischem Druck. Sie haben eine Schnecke im Inneren, die das Pressgut zerkleinert und den Saft über ein Sieb durch den Saftauslauf nach außen leitet. Der Trester wird getrennt heraus befördert. Geeignet ist die Saftpresse für Obst, Gemüse und Kräuter aller Art. Allerdings muss alles vor der Verwendung erst etwas kleingeschnitten werden.

Der entstandene Saft ist naturbelassen, alle Inhaltsstoffe bleiben dabei erhalten. Haltbar ist der Saft jedoch nicht lange, höchstens einige Tage im Kühlschrank. Saftpressen arbeiten schnell und effektiv, damit sind sie für alle geeignet, die Wert auf das Glas frischen Saft legen, aber diesen nicht wochenlang aufbewahren möchten.

Der Zentrifugalentsafter

Zentrifugenentsafter sind nicht ganz so schonend wie Saftpressen, da aufgrund ihrer Arbeitsweise viel Sauerstoff in den Saft gelangt. Obst oder Gemüse, vor allem harte Sorten, werden dem Gerät im Ganzen über die meist sehr geräumige Einfüllöffnung zugeführt.

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Elektrischer Entsafter: Gastroback 40128 Design Multi Juicer Digital

Im Inneren befindet sich eine Reibe, die sich mit hoher Geschwindigkeit dreht, das Pressgut zerkleinert und den Saft mittels Zentrifugalkraft durch das Sieb in Richtung Saftauslauf presst. Der Trester landet ohne Weiteres im dafür vorgesehenen Tresterbehältnis, welches jederzeit einfach entnommen und entleert werden kann. Für Beeren, Blattgemüse oder Kräuter ist ein Zentrifugenentsafter eher weniger geeignet, da diese Zutaten zu weich sind.

Die Saftausbeute kann allerdings höher ausfallen, falls der Trester im Gerät verbleibt und später per Hand entfernt werden muss, weil er der Zentrifugalkraft länger ausgesetzt ist. Ein elektrischer Entsafter mit Zentrifuge ist die schnellste Möglichkeit zum Entsaften von größeren Mengen Obst und Gemüse.

Wie bei Saftpressen ist der Saft jedoch roh und unbehandelt und damit nicht lange haltbar. Will man das ändern, muss der Saft nach dem Absetzen von eventuellem Schaum und Trübstoffen erhitzt und anschließend in sterile Flaschen abgefüllt werden.

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Fazit

Jedes Gerät bietet dem Benutzer somit ganz eigene Vor- und Nachteile. Je nach persönlicher Vorliebe oder den persönlichen Voraussetzungen sollte die Wahl auf das Gerät fallen, welches am besten zu einem selbst passt. Entsafter: Dampf oder elektrisch? Diese Frage muss jeder für sich selbst beantworten – trotzdem hoffen wir, Ihnen einen Einblick in die Unterschiede gewährt zu haben.



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