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Entsafter oder Saftpresse?

Entsafter oder Saftpresse – welches Gerät ist das richtige?

Entsafter oder Saftpresse?Frisch gepresste Säfte sind gesund und voller wertvoller Inhaltsstoffe für eine ausgewogene und vielseitige Ernährung. Sie enthalten Vitamine, Enzyme und Mineralien sowie Antioxidantien, die das Immunsystem stärken und Alterungsprozesse verlangsamen können.

Zur Zubereitung dieser leckeren Gesundheitshelfer gibt es vier Haupttypen von Geräten – neben Dampfentsaftern, die eher für große Mengen an Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten oder auch für die Marmeladenzubereitung geeignet sind, und Zitruspressen, die (manuell oder elektrisch) ausschließlich Zitrusfrüchte auspressen, sind dies der Entsafter oder die Saftpresse.

Worin bestehen aber nun die Unterschiede zwischen den beiden, und welches Gerät ist letztendlich für welchen Benutzer geeignet?

Wie arbeiten Entsafter?

Entsafter, auch Zentrifugenentsafter genannt, verarbeiten das Füllgut, indem sie mit einer Reibscheibe, die sich mit rasanter Geschwindigkeit dreht, das Obst oder Gemüse zerkleinern und dann gegen ein Sieb schleudern. Der Saft wird also mithilfe der gleichnamigen Zentrifugalkraft aus dem Pressgut gewonnen. Der Trester, also die übrig bleibenden Rückstände, landet bei den meisten Modellen in einem integrierten Sammelbehälter.

Philips HR1921/20 Entsafter Beispiel

Entsafter oder Saftpresse: Philips HR1921/20 FiberBoost – Beispiel eines Zentrifugenentsafters

Zentrifugenentsafter arbeiten sehr schnell und werden daher auch gern in der Gastronomie eingesetzt. Hauptsächlich können sie harte Gemüse- und Obstsorten in Saft umwandeln. Für Beeren, Gräser oder Blattgemüse wie Spinat und ähnliches sind sie eher weniger geeignet, da auf diesem Wege nicht ausreichend Saft aus den Pflanzenzellen gewonnen werden kann.

Ihr großer Vorteil ist ihre Geschwindigkeit – Entsafter bereiten in Sekundenschnelle und im Handumdrehen das gesunde Glas Saft für zwischendurch zu. Sie sind leicht zu reinigen und sind in der Regel, wie beispielsweise die Modelle von Philips oder Gastroback, edel gestaltet. Deshalb werden sie auch nicht allzu selten zum Blickfang auf der Küchenzeile und sie können dem Gerät bedenkenlos einen dauerhaften Platz zuweisen.

Gute Modelle arbeiten mit hoher Wattzahl und bis zu 15.000 Umdrehungen in der Minute. Das stellt aber zugleich ein Nachteil dieser Art des Entsaftens dar, denn hierbei entsteht Hitze, die die Saftqualität beeinträchtigen kann. Zudem gelangt viel Sauerstoff in den Saft, weshalb jener bestenfalls umgehend verzehrt werden sollte.

Philips Entsafter HR1869 - Äußerlicher Ersteindruck (Gesamtansicht)

Philips Entsafter HR1869 – Äußerlicher Ersteindruck (Gesamtansicht)

Das Füllgut muss meist nur wenig oder gar nicht vorgeschnitten werden, da moderne Entsafter-Modelle für gewöhnlich mit voluminösen Einfüllöffnungen ausgestattet sind. Hinzu kommt, dass sich Saftzentrifugen als verhältnismäßig preisgünstig in der Anschaffung herausstellen.

Aufgrund der hohen Leistung kommt es aber auch nicht selten zu einer gewissen Geräuschentwicklung, die einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Gerät in Gegenwart hellhöriger Nachbarn voraussetzt. Allgemein ist die Lautstärke allerdings zu verschmerzen und keineswegs überaus penetrant.

Obwohl der Saft aus dem Zentrifugenentsafter schneller trüb wird, ist er jedem gekauften Saft noch deutlich überlegen und stets vorzuziehen. Hier entscheidet nämlich der Benutzer über die exakten Zutaten und stellt somit auch sicher, dass keine Zusatz- und Konservierungsstoffe enthalten sind.

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Funktionsweise der Saftpresse

Saftpressen gewinnen den Saft, ebenso wie Zitruspressen, mittels mechanischem Druck, der vom Nutzer auf das jeweilige Füllgut ausgeübt wird. Die zuvor sorgfältig ausgewählten Lebensmittel werden durch eine oder zwei Schnecken geführt, die Stücke herausbrechen und diese folglich auspressen. Am Ende des Pressvorganges wird der Trester separat ausgeworfen.

Green Star Saftpresse in der Seitenansicht

Entsafter oder Saftpresse: Die Green Star Elite in der Seitenansicht

Aufgrund der recht geringen Umdrehungszahl werden diese Geräte auch als “Slow Juicer”, also „langsame Entsafter“, bezeichnet. Die geringe Anzahl an Umdrehungen trägt dazu bei, dass nahezu kein Sauerstoff während des Prozesses in den Saft gelangt und die wertvollen Inhaltsstoffe weitestgehend erhalten bleiben.

Dies ist der größte Vorteil der Saftpresse: Der Saft wird sehr schonend ohne Hitzeeinwirkung oder Sauerstoffzufuhr gewonnen, was Vitamine und Mineralstoffe erfolgreich bewahrt. Infolgedessen ist der Saft auch länger haltbar. Außerdem können Slow Juicer nicht nur harte Obst- und Gemüsesorten, sondern auch Gräser, Kräuter, Blattgemüse und Beeren problemlos verarbeiten. Sie sind leise und durchaus vielseitig, allerdings auch recht kostenintensiv.

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Entsafter oder Saftpresse – was soll es nun sein?

Slow Juicer wie der Slowstar Entsafter oder die Green Star Elite führen dem Saft aufgrund der extrem geringen Umdrehungszahlen kaum Sauerstoff zu. Zusätzlich erzeugen sie beim Entsaften keine Hitze. Beides erhöht die Qualität des frisch gepressten Saftes, da sowohl Sauerstoff als auch Hitze wertvolle Inhaltsstoffe wie Vitamine und Enzyme schädigen.

Slowstar Entsafter - Lieferumfang

Vertikale Saftpresse: Der Slowstar Entsafter

Die höhere Quantität erreichen im Regelfall Zentrifugenentsafter. Allerdings arbeiten hochwertige Saftpressen mit großem Druck, was sie ebenfalls sehr ertragreich machen kann.

Saftpressen mögen zwar langsamer sein, bieten dafür aber auch eine Vielfalt an Anwendungsmöglichkeiten, da sie mit letztlich jedem Füllgut zurechtkommen. Dieses setzt wiederum mehr Vorbereitung voraus, da Obst oftmals entkernt oder auch geschält werden muss. Der Anschaffungspreis ist relativ kostspielig und die Einzelteile sind oftmals nicht spülmaschinengeeignet.

Fazit?

Karottensaft BeispielDie Entscheidung zwischen Entsafter oder Saftpresse ist also eine individuelle und hängt ganz von den persönlichen Ansprüchen ab. Wer gern jeden Morgen schnell einen frischen Saft für die ganze Familie zum Frühstück auspressen möchte und zudem Wert auf eine ansprechende Optik legt, sollte zum Zentrifugenentsafter greifen, der günstiger und auch leichter zu reinigen ist.

Wer allerdings den Schwerpunkt auf eine gewisse Vielfalt legt und beispielsweise auch Detox-Säfte mit grünem Gemüse und Kräutern zubereiten möchte, ist mit einer Saftpresse besser bedient. Diese mag in der Anschaffung zwar teurer sein, zaubert dafür aber aus jeder Zutat gehaltvolle frische Säfte, mit denen eine Saftzentrifuge nicht annähernd mithalten könnte.

Wer nur gelegentlich einen Orangensaft zum Frühstück verlangt, sollte statt einem Entsafter oder einer Saftpresse eine schlichte Zitruspresse in Erwägung ziehen.



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