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Kirschen entsaften – Anleitung und Rezepte für den Entsafter

Anleitung und Rezepte für den Entsafter

Wer im Garten mehrere Kirschbäume hat, darf in der Regel zur Reifezeit mit einer guten Kirschausbeute rechnen. Die frischen Früchte sollten möglichst schnell verarbeitet werden, damit sie nicht zu faulen beginnen. Selbstgemachter Kirschsaft ist eine herrliche Delikatesse, die der ganzen Familie schmeckt. Außerdem kann der Kirschsaft auch als Ausgangspunkt für unterschiedliche Gerichte wie Gelees dienen.

 

Kirschsaft kann zu Hause auf verschiedene Weisen hergestellt werden. Grundsätzlich kann man rechnen, dass man für einen Liter Kirschsaft zwischen 1,2 und 1,5 kg Kirschen benötigt. Die genaue Menge hängt davon ab, wie dick die Fruchtfleischschicht der jeweiligen Sorte im Vergleich zu ihrem Kern ist.

Kirschen entsaften - Anleitung und Rezepte für den Entsafter

Kirschsaft kann zu Hause auf verschiedene Weisen hergestellt werden.

Techniken zum Entsaften von Kirschen

Wer gerne Kirschsaft selbst machen möchte, sollte sich einmal mit den verschiedenen Techniken vertraut machen, die heute zur Verfügung stehen. Welche Technik man schließlich wählt, hängt vom eigenen Geschmack und auch von der Menge der Kirschen ab, die verarbeitet werden soll.

Der Zentrifugen-Entsafter zur Herstellung von Kirschsaft

Der Zentrifugen-Entsafter ist in vielen Haushalten beliebt und kann auch zum Entsaften von Kirschen eingesetzt werden. Bei dieser Entsaftungsmethode wird das Fruchtfleisch zu Muss gerieben, das durch die ständig drehende Zentrifuge an die Filterwände gepresst wird. Durch feine Sieböffnungen läuft der Saft ab und kann in einem Behälter aufgefangen werden. Der trockene Trester wird andererseits in einen separaten Behälter geschleudert.

Diese Methode bringt jedoch beim Entsaften von Kirschen einige Nachteile mit sich. Zuerst müssen die Kirschen entsteint werden, was mit einem großen Arbeitsaufwand verbunden ist, besonders wenn die zu entsaftende Menge von Kirschen groß ist. Auch ist die Zentrifuge für weiche Früchte wie Kirschen weniger geeignet, da der Trester oft sehr feucht und die Saftausbeute daher gering bleibt.

Durch die schnellen Bewegungen der Zentrifuge wird dem Kirschsaft außerdem viel Sauerstoff beigefügt. Das trägt dazu bei, dass der Saft schnell oxidiert. Somit ist der Kirschsaft aus dem Zentrifugen Entsafter nur dann empfehlenswert, wenn man ihn sofort trinkt.

Kirschen aus dem Slow Juicer

Der Slow Juicer ist ein Schneckenentsafter, der sehr langsam läuft und daher die Kirschen auch sehr behutsam entsaftet, so dass alle Nährstoffe perfekt enthalten bleiben. Auch beim Entsaften in diesem Gerät müssen die Kirschen zunächst gewaschen und entsteint werden. Die entsteinten Früchte werden dann in den Einfülltrichtergegeben, von wo aus sie in die Schnecke transportiert werden. Dort werden die gündlich Kirschen ausgepresst, der Saft läuft in den Auffangbehälter, während der Trester entsorgt wird. Mehr zum Entsafter mit Slow Juicer Technologie erfährt man auf Saftland.com.

Wer vollkommen partikelfreien Saft wünscht, kann den Saft, der aus dem Entsafter kommt, vor dem Genießen noch durch ein feines Sieb gießen. Kirschsaft aus dem Slow Juicer kann bis zu 24 Stunden frisch bleiben.

Der Dampfentsafter – Experte für große Mengen Kirschen

Während Zentrifugen Entsafter und Slow Juicer eher für kleinere Mengen Kirschsaft geeignet sind, ist der Dampfentsafter das perfekte Hilfsgerät, wenn es darum geht, Kirschen auch in großen Mengen zu entsaften.

Der Dampfentsafter weist eine einfache doch sehr effektive Konstruktion auf. Das dreiteilige Gerät besteht aus einem unteren Behälter, in dem das Wasser erwärmt wird, einem Mittelteil zum Auffangen des Saftes und einem Oberteil, für die Früchte.

Um den Saft herzustellen befüllt man zunächst das Unterteil mit Wasser. Die Kirschen werden gewaschen und in den oberen Teil gelegt, der einen perforierten Boden hat. Ein großer Vorteil ist es bei dieser Methode, dass man die Kirschen nicht zu entsteinen braucht. Auch können Dampfentsafter mit einer großen Kapazität gekauft werden, so dass mehrere Kilo Kirschen gleichzeitig entsaftet werden können.

Ist der Dampfentsafter nun mit Wasser und Kirschen gefüllt, so wird er auf die Herdplatte gestellt. Das Wasser erhitzt sich und bildet Wasserdampf, der durch eine schornsteinförmige Öffnung im mittleren Teil durch den perforierten Boden des oberen Teils an die Kirschen gelangt. Dort wird nun die Zellstruktur der Kirschen zerstört und der Saft kann leicht austreten.

Vom oberen Behälter läuft der Kirschsaft nun in den mittleren Bereich. Von dort führt ein Ablaufrohr nach außen, wo man den Saft in einem Behälter auffangen kann. Am Ende des Rohrs ist meistens ein Schlauch befestigt, der mit einer Klemme verschlossen werden kann. So ist es möglich, einzelne Flaschen oder Behälter individuell abzufüllen. Der Trester verbleibt im oberen Bereich und kann leicht entfernt werden.

Dampfentsafter werden mit Glasdeckel angeboten. Ein solches Gerät ist stets vorzuziehen, weil es ermöglicht, die Kirsche während des Prozesses beständig im Auge zu halten. Der einzige Nachteil dieser Methode ist es, dass der Saft durch den Wasserdampf erhitzt wird. Dadurch gehen wertvolle Vitamine verloren, so dass Saft aus dem Dampfentsafter weniger vitaminreich ist, als auch dem Slow Juicer.

Der Dampfentsafter – Experte für große Mengen Kirschen

Süßkirschen zeichnen sich durch einen sehr fruchtigen und süßen Geschmack aus und können ohne weitere Zusätze getrunken werden. Wer jedoch viel Kirschsaft macht und sich einmal eine Abwechslung wünscht, oder auch der sauren Geschmack von Sauerkirschen mit einer anderen Geschmacksnuance mischen möchte, kann man einmal einige tolle Rezepte probieren.

Beispielsweise kann man Kirschsaft mit Banane und Milch zu einem leckeren Milk Shake verarbeiten, der sowohl erfrischend als auch nutritiv ist. Einen tollen farblichen Effekt erzielt man, wenn man zunächst Ananas Saft in ein Glas gibt und dieses dann mit Kirschsaft auffüllt. Dieser “Cocktail” ist bei Kinderparties immer ein Erfolg.

Soll ein wohlschmeckender Saft aus Sauerkirschen gemacht werden, so empfiehlt es sich, die Kirschen ausreichend zu zuckern, bevor man sie in den Dampfentsafter gibt. Auf diese Weise gleicht man den sauren Geschmack aus und kann auch die Sauerkirschen zum Saftmachen benutzen.

Fazit

Kirschsaft kann zu Hause leicht gemacht werden. Wer nur ab und zu einmal wenige Kilogramm Kirschen zu einem frischen Saft verarbeiten möchte, kann mit einem Slow Juicer ausgezeichnete Resultate erzielen. Allerdings müssen die Kirschen vor dem Entsaften entkernt werden. Es entsteht ein Saft, dessen Vitamine ausgezeichnet erhalten bleiben.

Gartenbesitzer, die viele Kirschbäume und jährlich eine entsprechend große Ernte haben, sollten einen Dampfentsafter vorziehen. Diese einfachen Geräte, die auf der Herdplatte eingesetzt werden, können mühelos große Mengen Saft herstellen. Ein besonderes Plus ist es, dass die Kirschen mitsamt den Steinen verarbeitet werden können, so dass der Arbeitsaufwand minimal ist.

Der frische Kirschsaft Kann sofort getrunken oder auch eingefroren werden. Er eignet sich auch, um Mischgetränke oder Götterspeise zuzubereiten, so dass man der Familie immer wieder einmal eine Abwechslung bereiten kann.



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